Fitnessriege Turnfahrt Zugerland vom 26./27. September 2026

Mit dem Zug nach Zug, Trotti mit Felgenbruch, Kirschtorte und Kirschstängeli, Bad im Ägerisee vor dem Eierhals, spanischer Lamborghini, Viertel nach Eins und dann auf den Sattel zum Skywalken. So tönts, wenn Andi vonWyl zur alljährlichen Turnfahrt der Fitnesser einlädt.

Noch ohne Tom, dafür mit Martins Hundebegleitung stiegen wir gut gelaunt in den Zug nach Zug. Eine erste Stärkung an diesem frühen Samstagmorgen kam von Felix, er hatte für alle ein feines Gipfeli besorgt, danke schön.

In Zug am schönen Zugersee entlang sammelten wir die ersten sonnigen Eindrücke dieser schönen Gegend im Herzen der Schweiz. Das ist schon das, was in Winterthur fehlt. Ein See, welcher wirklich zum Baden und Verweilen einlädt. Nach der ersten Stärkung mit Cappuccino oder Dopio ging‘s dann noch ein wenig zu Fuss durch die Zuger Altstadt am See entlang. Bus und Bähnchen brachten uns dann auf den Zugerberg. Nach kurzem Studium des Bikeparcours entschieden wir uns doch für das vorgesehene Programm und machten uns mit Helm und Rucksack auf zur Trottifahrt hinunter Richtung Zug zum Restaurant Blasenberg

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Nach anfänglichem Herantasten und Ausprobieren der Bremsen, Glocken und dem richtigen Kurvenanfahren mit den teils tief gelegten oder nicht ganz aufgepumpten Pneus der Trottis ging‘s ohne nennenswerte Zwischenfälle bis zum geplanten Mittagshalt. Eine grossartige Aussicht auf den Zugersee verbunden mit einem feinen Essen und dem ersten Glas Wein aus Nadine Saxers Keller liessen uns entspannen und gar Urlaubsgefühle aufkommen.

Da um 14 Uhr bereits der nächste Fixpunkt auf uns wartete, machten wir uns frühzeitig wieder auf den Weg und auf die Trottis. Reiseführer Andi machte noch daraus aufmerksam, dass vor- und weitsichtig gefahren werden soll. Kaum gesagt und die ersten Kurven problemlos hinter uns gebracht, knallte es so richtig. Andis Trotti war den Strapazen nicht gewach-sen, ein Felgenbruch hinten war die Folge. So ging es fortan nicht mehr so schnell hinunter, immerhin konnte Andi weiter im Schritttempo hinunterfahren.

Nach einem kurzen, zügigen Marsch ging‘s zur Confiserie Speck, wo uns die frisch ausgelernte Gastgeberin Leonie zu einer tollen Präsentation und Vorführung erwartete. Nun wissen wir auch, wieso diese Leckereien nicht ganz günstig sind. Erstaunt und fasziniert von diesen vielen Einzelschritten, fast alles in Handarbeit, konnten wir am Schluss dieser fach-kundigen Ausführungen in 2 verschiedene Sorten Kirschstängeli beissen. Hinderä läähnä und gnüssä, richtig fein. Ein echtes Stück Zuger Kirschtorte rundete diesen genüsslichen Halt ab. Rodolfo war trotz seines Septemberlochs im Geld-säckel derart begeistert von den Stängelis, dass er sein Budget überzog und uns allen noch 1 – 2 Versucherli spendierte. Danke schön.

Per Bus ging‘s dann weiter zum Tagesziel Hotel Eierhals am Ägerisee. Nach dem Zimmerbezug hatte ein Grossteil bereits wieder Durst, einzelne genossen aber lieber noch ein erfrischendes Bad im See. Dieser konnte dank Unterführung und direktem Seeanschluss gefahrenlos erreicht werden und bescherte den drei Wasserratten eine willkommene Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen.
Kurz vor dem Abendessen stiess dann nach einem Cousinentreffen auch noch Tom zu uns. Fisch oder Wild, die Auswahl war gross und für jeden gab‘s was Feines auf den Teller. Einzig Lars Hirschpfeffer war ein bisschen trocken, alle übrigen zeigten sich ob der Portionen und Qualität begeistert von der eierhalsischen Küche.

Nach einer gemütlichen Schlumi-Runde mit viel Gesprächsstoff war es dann Zeit für den Zimmerbezug. Wir mussten noch eine Seitenstrasse überqueren um unsere Nachtlager aufsuchen zu können und waren erstaunt, was für Autos hier so rumstehen. Schönstes und sicherlich auch teuerstes Objekt war ein blauer Lamborghini mit spanischem Autokennzeichen.

Nach feinem Genuss am Frühstücksbuffett ging‘s dann weiter mit Bus zum Infocenter des Morgartens. Leider wurde unse-re Hoffnung nach Sichtung des Fahrers oder Fahrerin des Lambo nicht erfüllt. Der Bus fuhr bevor besagter Herr oder Dame sich blicken liess. Im Infozentrum erfuhren wir viel über die Schlacht am Morgarten anno 1315, also Viertel nach Eins. Dem historischen Einblick folgte ein Marsch zur Talstation in Sattel, wo uns die erste Drehgondelbahn der Welt auf den Mostelberg brachte.

tvs fit bld 2026 09 27 turnfahrt 3Nun ging‘s schwingend und schaukelnd über die 374 Meter lange Hängebrücke Skywalk. Verdientermassen gönnten wir uns danach eine kleine Ruhepause, viele zauberten Leckereien und edle Tropfen aus ihren Rucksäcken. Gestärkt bewäl-tigten wir dann den Rundgang, bevor es dann wieder hiess. Kleines Mittagessen gefällig?

Flammenkuchen und alkoholfreies Bier oder Most waren da Trumpf. Ja nicht mehr, denn am Nachmittag erwartete uns im Restaurant Spiegelberg noch ein feines Dessert. 400 Tiefenmeter mit einem schmerzenden linken Knie waren für Felix und den Schreibenden zu viel, wir nahmen die Gondelbahn wieder hinunter und fuhren mit dem Bus zum nächsten Ziel. Dort waren die übrigen Kameraden bereits ankommen und bestätigten die Vorahnungen, die Wanderung hinunter war steil und teils auch rutschig gewesen. Gut entschieden und so konnte auch das feine Dessert genossen werden.

Mit Bus und Bahn ging‘s dann zurück nach Winterthur, wo ein Grossteil der 10er-Gruppe nach so wenig Essen und Trinken doch noch ein Glüschtli verspürte und auf Empfehlung von Reto die Gartenwirschaft von Gleis Neun aufsuchte. Ein letz-tes Bier (danke Reto) und ein Snack und wir konnten Andi danken, welcher uns wiederum eine tolle, interessante und ab-wechslungsreiche Turnfahrt bescherte. Herzlichen Dank Andi, wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr.

Roger Disch

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