Turnriege 2026-06-06 Regionalmeisterschaften WTU in Wildberg

Nicht nur die Sonne strahlte um die Wette am Wochenende vom 6. und .7. Juni 2026. Auch die Seemer Turner und Turnerinnen der Turnriege waren bestens gelaunt und brillierten mit tollen Leistungen. Die ü35-Gruppe trat erstmals in der Kategorie Männer/Frauen an, lieferte ab und erkämpfte sich den Regionalmeistertitel im Wurf!

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Im Vorfeld der RMS durften die Aktiven die Konkurrenz bereits am Fiirabig-Cup in Fehraltorf (22. Mai) testen und eine Standortbestimmung abholen. Im Herbst und in den Wintermonaten wurde unter der Leitung von Julia Kägi und Séverine Hüppi eifrig für die Gerätekombination geübt. Einzeltraining, Programmtraining und dann das sich wiederholende Schleifen der Sektionsvorführung. Absolut schade ist, dass das Sprungprogramm in dieser Saison gestrichen werden musste. In der Leichtathletik galt es, die knappe Zeit optimal zu nutzen und wenn möglich die Leistungsgrenze nach oben zu verschieben. Die Resultate am LA-Hallenwettkampf anfangs März vielen zwiespältig aus. Während die Turner noch nicht zu überzeugen wussten, konnten sich die Damen gegenüber dem Vorjahr in allen Disziplinen steigern. Am Fiirabig-Cup konnten die Seemer im Weitsprung überzeugen, die gemischte Gruppe erreichte eine Durchschnittsweite von über 5m und setzte sich in der Leichtathletik im ersten Zehntel aller Sektionsstarts fest.

Wir und die interessierten Zuschauer durften gespannt sein auf die Leistungen an der RMS, bei der jeweils die besten 8 Resultate jeder Disziplin für die Bewertung berücksichtigt werden.
Der Tag der Regionalmeisterschaft in Wildberg begann für unsere Aktivriege bereits in aller Frühe. Die Müdigkeit war vereinzelt noch präsent, wurde jedoch schnell von der Vorfreude und dem Teamgeist verdrängt. Am Bahnhof Seen versammelten wir uns, noch leicht zerknittert, aber voller Vorfreude, und machten uns gemeinsam auf den Weg nach Wildberg.

In Wildberg angekommen, ging es direkt ins Einwärmen, damit Körper und Geist langsam in den „Wettkampfmodus“ wechseln konnten. Die Aktivriege machte sich direkt mit einem gemeinsamen Einwärmen bereit für die ersten beiden Disziplinen des Tages: Weitsprung und Weitwurf. Die Anspannung war spürbar, schliesslich wollte jede und jeder möglichst gut in den Wettkampf starten.

Dieser Auftakt gelang uns ausgesprochen gut. Besonders im Weitsprung konnten wir mit starken Leistungen überzeugen. Mit der hervorragenden Note von 9.54 liessen wir namhafte Vereine wie Wiesendangen, Seuzach und Veltheim hinter uns. Entsprechend gross war die Freude, als die Resultate bekannt gegeben wurden. Auch im Weitwurf wurden beachtliche Leistungen erzielt. Für besonderes Aufsehen sorgte dabei Timo Marti, dessen Wurf erst nach beeindruckenden 68 Metern wieder Bekanntschaft mit dem Boden machte. Solche Würfe sieht man auch als Zuschauer nicht alle Tage.

Nach diesem erfolgreichen Start folgte eine kurze Pause. Diese wurde genutzt, um Kräfte zu sammeln, die ersten Resultate zu diskutieren und den einen oder anderen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Schon bald ging es jedoch weiter mit den nächsten Disziplinen: Pendelstafette und Speerwurf. Während sich ein Teil der Aktivriege für die Pendelstafette bereitmachte, versuchten die anderen, im Speerwurf möglichst viele Meter herauszuholen. Auch wenn wir dort nicht ganz an die Resultate der ersten Disziplinen anknüpfen konnten, wurde um jeden Meter gekämpft. Die Pendelstafette entwickelte sich derweil zu einem kleinen Publikumsmagneten. Am Streckenrand wurde lautstark angefeuert, mitgefiebert und nach jedem Wechsel mitgebangt. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und schnellen Beinen gelang es uns schliesslich, den TV Russikon hinter uns zu lassen. Die Freude darüber war entsprechend gross.

Der Höhepunkt des Tages wartete jedoch noch auf uns. Mit der Gerätekombination stand jene Disziplin bevor, die uns während vieler Trainingsstunden begleitet hatte. Zahlreiche Abende waren investiert worden, um Abläufe zu verfeinern, Übergänge zu üben und die letzten Details zu optimieren. Nun sollte sich zeigen, ob sich die intensive Vorbereitung ausbezahlt hatte. Bereits bei den letzten Trockenübungen war die Nervosität deutlich spürbar. Hier und da wurde nochmals ein Ablauf durchgegangen, eine Position kontrolliert oder ein aufmunterndes Wort ausgetauscht. Gleichzeitig stieg die Vorfreude, das Erarbeitete endlich vor Publikum präsentieren zu dürfen. Nach dem Einwärmen wurden die Turntenues gerichtet, die Geräteschuhe geschnürt und der gemeinsame Marsch Richtung ZKB Arena angetreten.

Vor einer eindrücklichen Zuschauerkulisse gelang es uns, unser Programm konzentriert und mit viel Einsatz zu präsentieren. Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus: Mit 22 Turnerinnen und Turnern erreichten wir die erfreuliche Note von 8.77. Noch wichtiger als die Bewertung war jedoch das gute Gefühl, gemeinsam eine gelungene Vorführung gezeigt zu haben.

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Nach dem Wettkampf fiel die Anspannung spürbar ab. Natürlich durfte ein gemeinsames Gruppenfoto nicht fehlen, um die Erinnerungen an diesen gelungenen Tag festzuhalten. Anschliessend wurde auf die erbrachten Leistungen angestossen und das traditionelle „Scholololo“ durfte dabei selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen. Danach wurden die Zelte aufgebaut, andere Vereine unterstützt und angefeuert sowie beim gemeinsamen Abendessen die Erlebnisse des Tages nochmals ausführlich besprochen. So ging ein abwechslungsreicher und erfolgreicher erster Wettkampftag der Aktivriege zu Ende. Neben erfreulichen Resultaten und sportlichen Erfolgen bleiben vor allem die gemeinsame Zeit, die gegenseitige Unterstützung und die vielen schönen Momente in Erinnerung. Genau das, was ein Turnfest jedes Jahr aufs Neue besonders macht. In geselliger Runde liessen wir den Tag Revue passieren und genossen die besondere Atmosphäre des Turnfestes, bevor die letzten ihren Weg zurück ins Zelt fanden.

Vereinzelte der ü35-Gruppe feierten am Samstagabend fröhlich mit den Aktiven, wohl im Wissen, dass es am folgenden Tag auf dem Wettkampfplatz ernst galt. So bierernst wie früher wird der Wettkampf nicht mehr in Angriff genommen, aber denoch so pflichtbewusst, dass am Sonntagmorgen alle topfit beim Treffpunkt im Festzelt aufmarschiert sind. Es sind dies gewesen: Jolanda Khiar, Michelle Hintermeister, Samantha Fischer, Karin Wiesmann, Lisa Zwicky, Melanie Egli, Michael Binder, Patrick Binder, Kevin Meier, Andreas Leuthold und Christian Huber.

Das übliche Prozedere nahm seinen Lauf; Wettkampflisten ausfüllen, Riege bei der Meldestelle anmelden, Sonnencrème applizieren, Flüssigkeit aufmunitionieren, Tenue montieren und kurz nach dem Einlaufen stand die ganze Gruppe bereits mitten im Feld für die erste Disziplin, dem Schleuderball. Stets dabei der Begleittross bestehend aus Fans, den Aktiven des TV Seen, Heimweh-Seemern, Familien, Freunde – es war super, vielen Dank für das Interesse und die Unterstützung.

Die internen Wettkämpfe entbrannten und gab den Werfern zusätzliche Motivation, nicht nur eine gute Weite zu erzielen, sondern vor allem seinen direkten Resultatnachbarn zu übertreffen, auf dass dieser das abgemachte Bier berappen müsse. Es schien geholfen zu haben, alle holten an diesem Morgen das Maximum aus sich heraus. Patrick, kurzfristig und praktisch ohne Training eingesprungen, schleuderte als zweitbester der Gruppe über 40m – geschlagen nur von Christian. Eine Topleistung zeigte Lisa mit einer Weite von 33.07. Die Note 9.51 und der 8. Rang waren der gerechte Lohn.

Auftakt geglückt, die Nervosität stieg für die Pendelstafette. Nagelschuhe montiert, Marken gesetzt, Starter schiesst- Kevin konnte mit Vorsprung auf den direkten Kontrahenten übergeben. Es lief für uns, alle Übergaben passten auf der sicheren Seite, die Zeit war um 4s schneller als im Training. Mit der Note von 9.35 konnten wir uns im Mittelfeld und auf dem 3. Platz der Rangliste festsetzen.

Nach dem obligaten Gruppenfoto wurden die Schultern zünftig aufgewärmt für den Wurf. Lautstark wurden die Werfer angefeuert und die Wurfgeschosse auf ihrem Weg zu Bestweiten bejubelt. Kevin verpasste die 50m um wenige Zentimeter, derweil Patrick diese Marke packte; beide sind motiviert noch weiter zu werfen. Christian lieferte mit stabilen 53.70m das beste Resultat der Herren, auch wenn er damit knapp unterseinem persönlichen Ziel blieb. Dafür konnte Michi nach einer kleinen technischen Korrektur für den letzten Wurf eine neue pB bejubeln 😊. Samantha sah ihren Wurfstab ennet der 30m Marke einschlagen und Jolanda warf ihr Gerät furios auf 36.51m – und da liegt noch mehr drin! Die von uns erreichte Note von 9.55 ist stark.

Zum Abschluss des Wettkampfes wurden für die Zitterdisziplin Fachtest Allround die obligaten Startnummern montiert. Was haben wir im Training abgemessen, sortiert, diskutiert, dann doch auch geübt und schlussendlich gut in Schwung gekommen, wir waren bereit. Die wenigen Fehlwürfe konnten uns nicht nervös machen, es wurde geworfen, geschlagen und gesprintet so schnell es ging. Das waren starke Leistungen – eigentlich. In der Aufgabe 1 mit dem «Chuchibrettli» haben wir trotz erhöhtem Aufwand zu viele Minuspunkte eingefahren. Die Sache mit den Regeln müssen wir dringend nochmals anschauen, die Teilnote von 7.61 entspricht definitiv nicht unseren Erwartungen und Leistungsfähigkeit. Dafür gelang die Aufgabe 2, der Ball-Laufparcour sehr gut. Im FTA konnten wir schlussendlich die Note 8.35 schreiben lassen.

Entspannt konnten wir anstossen und das schöne Wetter und das Fest geniessen, bevor der Fahnenmarsch die Rangverkündigung einläutete. Das Festzelt kochte und die Seemer-Ecke explodierte, als der TV Seen als Regionalmeister im Wurf ausgerufen wurde. Ein phantastischer Moment, den man nicht missen möchte. Gratulation an die Truppe. Die ü35 liessen es sich nicht nehmen, im Schein der sich senkenden Glut noch einen Moment zu verweilen, bevor wir uns zufrieden mit dem Tösstaler auf den Heimweg machten.

Michael Rüttimann, Lina Huonder

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Folgende Resultate hat der TV Seen erreicht:


Kategorie Aktive

Disziplin Note STV Note RMS Rang RMS
Gerätekombination 8.77 8.77 19. / 29
Pendelstafette 80m 8.96 9.26 18. / 53
Speer 7.68 7.68 33. / 36
Weitsprung 9.08 9.54 10. / 47
Wurf 7.61 7.61 18. / 26

 


Kategorie Frauen/Männer

Disziplin Note STV Note RMS Rang RMS
Schleuderball 8.91 9.51 8. / 29
Pendelstafette 80m 8.60 9.35 3. / 5
Wurf 9.01 9.55 RM  1. / 4
Fachtest Allround 8.38 8.35 4. / 7

 

 

 

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