DTV / TV Seen Jugend 2026-05-02 Leiteranlass Wallis

gem juk bld 2026 05 02 leiteranlass 2Am Morgen des 2. Mai trafen sich die 15 Leiter/Innen der Jugend- und Mädchenriege in aller Früh am Bahnhof Winterthur, zusammen mit den zusätzlichen 2 Personen, die kurzfristig als Ersatz für Krankheitsfälle eingesprungen waren: Andrin und Dario. Alle noch sehr müde, aber gleichermassen motiviert, stiegen wir in den Zug. Das Ziel: ein kleines Dorf mitten im Wallis. Die 4 Stunden Reisezeit wurden mit Spiel, Spass und vereinzelt mit ein bisschen Schlaf verbracht, und dann waren wir auch schon da. Glücklicherweise hatten wir ein nahezu perfektes Wochenende erwischt, denn die Sonne strahlte aus dem wolkenlosen Himmel auf uns herab.

Bei den angenehmen Temperaturen nahmen wir unsere Beine in die Hand und machten uns auf den Weg von der Busstation zum Highlight vom Wochenende; dem Klettersteig «Via Ferrata Farinetta». Der Name geht auf einen legendären Gauner zurück: Im 19. Jahrhundert flüchtete ein italienischer Falschmünzer namens Farinet durch diese Schlucht vor der Polizei, wurde eingekesselt und verstarb darin. Auch wir wollten es ihm nachmachen und uns mutig in diese Schlucht getrauen. Da uns der letzte Teil mit dem Sterben jedoch nicht so gut gefiel, entschieden wir uns dazu, uns mit Klettersteigsets an den dort montierten Metallseilen festzumachen. Gut gesichert wagten wir uns gleich zu Beginn auf einem einzelnen Seil als Brücke über den Fluss. Der Felswand entlang kletterten wir wie Äffchen über die teils sehr rutschigen Tritte hinauf bis zur Hängebrücke. Schlussendlich schafften es zum Glück alle heil hinauf. Erschöpft nach der ganzen Kletterei und den langen Wartezeiten (aufgrund von vielen Besuchern), setzten wir uns an einen Tisch in den Schatten und genossen dort unseren Zmittag.

gem juk bld 2026 05 02 leiteranlass 4Nach unserer Verpflegung und einem regen Austausch – mit sehr gutem Rahmkäse von Marco – packten wir langsam wieder unsere Sachen und machten uns auf den Abmarsch. Allerdings ging es nicht zurück zum Ausgangspunkt, sondern auf direktem Weg zu unserer Unterkunft. Nach ca. 5km kamen wir bereits bei dem idyllischen Zeltplatz an und konnten uns bald auf unsere Zimmer verteilen. Während einige in Zimmern beim Hauptgebäude untergebracht waren, gab es für andere zwei Chalets in etwas weiterer Entfernung. Die Zeit bis zum Abendessen wurde nach etwas Saubermachen unterschiedlich genutzt: Einige blieben beim Zeltplatz, redeten und spielten Verstecken auf die spezielle Art, denn plötzlich fanden sich alle TurnerInnen in den Bäumen wieder. Andere konnten nicht auf die Spezialitäten des Wallis verzichten und begaben sich auf eine abendliche Weinwanderung zwischen den Weinreben im Tal. Zum Znacht gab es dann Nudeln mit einer Spargelsauce, die sogar die Spargel-Nichtliebhaber begeisterte. Abgeschlossen wurde der Abend mit einem weiteren nächtlichen Spaziergang, guter Musik, Werwölflen sowie viel Gerede und Gelächter.

Am nächsten Morgen ging’s auch schon früh weiter. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet mussten wir um ca. 8 Uhr bereits auf den Bus zu unserer nächsten Aktivität. Der Busfahrer fuhr ungefähr sieben Mal im Kreis um dieselben Dörfer, und wahrscheinlich wären wir zu Fuss schon fast schneller gewesen – aber was solls ;-). Angekommen an dem Lande wurden wir über die nächste Aktivität gebrieft. Es sollte eine Art Outdoor-Escape-Room werden, welchen wir in drei Teams gemeinsam lösen mussten. Nach einer kurzen Erklärung wurden wir auch schon mit einem grossen Militärrucksack losgeschickt, der unter anderem ein Walkie-Talkie, eine Taschenlampe, einen Kompass und eine Batterie umfasste. Ziel war es, die erste Medaille zu finden, welche das Weingut vor Jahrzehnten erhalten hatte. Ca. eineinhalb Stunden lang tüftelten wir gemeinsam zwischen den Weinreben, bevor wir das Rätsel endlich lösten und zurückkehren durften. So langsam hatten auch die ersten schon wieder Hunger; somit ging’s eine halbe Stunde früher auf den Bus in Richtung der nächsten Aktivität. Da wir nur wenige Hinweise erhalten hatten, worum es dabei ging, wurde im Bus fleissig recherchiert und schliesslich herausgefunden, dass wir den grössten unterirdischen See Europas erkunden würden. Dort angekommen, wurden zum Glück auch schon bald die ersten vorbestellten Pizzen gebracht, auf die wir uns hungrig stürzten. Nach einigem Warten waren wir dann endlich an der Reihe mit der Besichtigung und kletterten mit einem Guide in ein Boot. Die Höhle war ganz schön frisch, ein ziemlicher Unterschied zum Wetter an dem Tag. Der ganze See war beleuchtet, und durch den Guide erfuhren wir ein paar sehr spannende Fakten, wie z.B. dass die Temperatur in der Höhle das gesamte Jahr dieselbe ist. 30min später fanden wir uns dann bereits im Restaurant wieder, wo es Crêpes für alle gab. Damit war auch schon der Abschluss unserer Reise gekommen, und wir machten uns auf den Weg zum Bahnhof, um die 4-stündige Heimreise anzutreten.

Romy Hunkeler

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