Turnriege 2025-09-20 Turnfahrt Berner Oberland
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Die rund 30 Personen trafen sich am 20. September um 07:00 Uhr am Bahnhof Winterthur. Das Ziel: Unbekannt. Zumindest für die, die den Anlass nicht geplant und organisiert hatten (Was so ziemlich alle sind). Einzig die Hinweise Raclettekäse und Badehose, zusammen mit Schuhen die dreckig werden dürfen, hatte man im Vorfeld bekannt gegeben. Also stieg man mehr oder weniger nichtsahnend in den Zug nach Zürich und wechselte dort auf den Zug nach Bern. Die Reisezeit wird mit geselligen Spielen, Trank und Quatsch verbracht, ehe man Bern erreichte. Dort fühlte es sich für uns Wintimenschen fast wie Ferien an und man suchte lange nach der Buskante Q. Es stellte sich aber heraus, dass der Bahnhof Bern, trotz anhaltender Umbauten, immernoch besser ausgeschildert ist als ein gewisses Turnfest im Welschland. Der Bus von Kante Q brachte die Turnerschaar Irgendwo ins Nirgendwo des Berner Oberlands, wo eine Wanderung auf uns wartete. Zumindest hätte es eine längere Wanderung sein sollen, doch sind wir doch eher sportlicher unterwegs. Schneller als geplant wurden einfach längere Trinkpausen eingelegt, bevor man auch schon am Ziel ankam. Da folgte das lang ersehnte Highlight der Turnfahrt, jedenfalls für die die auch wirklich die Packliste genau gelesen hatten und diese befolgten. Das Raclette!
Mit gut gefüllten Bäuchen wurde dann das erste Geheimnis gelüftet. Es geht in die nahe gelegene Paintballarena. Verstand jemand den stark bärnenden Spielleiter? Äuä ned? … dann wird wohl ohne Regeln gespielt. So war das wohl auch der Grund warum sich zwischen all den Malern und Kriegern auch ein Biber eingeschlichen hatte. Im Spiel zeigte sich schnell, das gelbe Team beherrschte die Malerei besser als das rote Team. Zumindest wenn es um die Fahne erobern im „Capture the Flag“ geht. Ein mutiger Severin wollte es zum Schluss doch noch wissen und wollte sich als „Chicken Runner“ beweisen. Sein Ziel, unbewaffnet so schnell wie möglich, mit noch 5 intakten und an ihm befestigten Ballonen, von einem Eingang zum anderen zu rennen. Währenddessen versuchen die übrigen Spieler im Spielfeld die Ballone zu treffen und zum Platzen zu bringen. Ein einziger Ballon überlebte den Lauf durch das Kreuzfeuer und so wurden die Schützen selbst am Allerwertesten durch den erfolgreichen Läufer markiert. Spass und Schmerz waren also garantiert.
Fast schon zu früh mussten wir wieder aufbrechen. Trotz Voranmeldung bei den Bahnen entsendete man nur einen einzigen Ersatzverkehrsbus. Und dies an einem sonnigen Wochenende. Kein Wunder also, war dieser schnell heillos überfüllt und so sucht man auch einfach mal Sitzmöglichkeiten am Boden. Das Sitzplatzproblem ging im Zug nach Thun weiter, jedoch nicht für uns. Ein Hoch auf die hier funktionierende Sitzplatzreservation! Eigentlich hätten, zeitgleich mit uns, unsere bestellten Pizzen bei unserer Unterkunft im Pfadiheim in Thun ankommen sollen. Doch vom Lieferanten fehlte jede Spur. Nach 20 endlos langen Minuten erschien endlich ein Fahrzeug am Horizont. Die Pizzen kommen! Die Teilnehmenden sassen dann gemütlich draussen in der Abendsonne zum Schnabulieren. Auf die Pizza folgten die Duschpartys mit Musik in den zwei Einzelduschen (für uns knapp 30 Personen).
Das darauffolgende Abendprogramm forderte, nach der körperlichen Anstrengung des Tages, noch das Köpfchen heraus. So musste man Quizfragen beantworten, kreative Fotos schiessen, herrliche Dichtungen dichten, Papier zu Fliegern falten und Adiletten mit den Füssen weit werfen. Ob eine reimende Huldigung von Nicolas überall gut ankäme? Wie viel Wut muss in einen Wurf eines Papierfliegers gesteckt werden, um möglichst weit zu kommen? Das war sicherlich noch Gesprächsstoff bis tief in die Nacht um das Lagerfeuer.
Am nächsten Morgen waren alle doch noch sehr fit unterwegs, so dass das Haus noch vor dem Frühstück picobello sauber war. So musste man, um Dreck zu vermeiden, die Gipfeli draussen essen. Das Programm führte zurück nach Bern ins Bernaqua. Dieses Mal waren die Kanten und Ecken Berns besser bekannt und man kam ohne gross zu Suchen auch ans Ziel. Nach einer kurzen Einführung durch den Badmeister (was ein gesunder Menschenverstand und eine gute Erziehung nicht auch hätte klären können) ging es auch schon los. Es wurden gleich die Rutschen ausprobiert. Wieviele sich festhaltenden Personen können am Stück die Wildwasserbahn runterrutschen? Wir hatten es probiert. Die Kette reisst nach etwas mehr als 12 Personen. Auf jeden Fall verhielt man sich sehr vorbildlich. So wurden auch genug Rutschpausen in den entspannenden Thermalbecken und Dampfbädern eingebaut. Gut gerutscht und erholt brach man am Nachmittag wieder nach Hause auf.
Euer Berichtschreiber
Marco Blattmann