Turnriege 2025-09-27 Turnfahrt Fitness
In den Geschichten von Legenden schwelgen, Einsiedler Gesellschaft bieten, in Florida zwischen Flamingos dinieren, auf Schumachers Spuren fahren und tolle Kameradschaft. Die Turnfahrt der Fitnesser bot einiges.
Wenn der vonWyl zur Turnfahrt lädt, liegt das Spezielle in der Luft. Manch Jungen hat er mit seinen ‘Gewaltsmärschen’ schon zur Wehleidigkeit getrieben. Die diesjährige Turnfahrt war kein Test für die Fitness, konnte aber anderweitig mit Glanzlichtern punkten.
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Teilnehmer: Andreas Vonwyl (der Führer), Reto Griesser, Thomas Kläui, Rodolfo Keller, Felix Roduner, Stefan Hohl, Roger Disch, André Burkhalter, Lars Weber, Michael Rüttimann und Martin Stuck.
Das Grüppchen war frühmorgens schon so munter, dass auf der Zugfahrt nach Langenthal (BE) bereits das erste Plättli aufgetischt wurde. Der Grund dazu war Andrés Weisswein, den man trinken müsse, solange der noch kühl sei. Wie Recht er doch hat und so wehrten wir uns auch nicht gegen den verfrühten Vesper. In Langenthal tauchten wir gestärkt und gut gelaunt ein in die Welt des Motorsports. Das Formel-1-Museum (www.f1-museum.ch) wurde vom Motorsport Enthusiasten Jo Vonlanthen initiiert und aufgebaut. Da stehen sie, die Boliden von 70 Jahren Formel-1. Jedes einzelne Gefährt widerspiegelt den neuesten Stand der Technik der jeweiligen Zeit - pure archaische Kraft ohne jeglichen Komfort. Die Ausstellung präsentiert nicht nur F1-Wagen, sondern noch weitere Motorsportgefährte. Besonders beeindruckend sind die Seitengespanne, die im wahrsten Sinne des Wortes um den Fahrer gebaut wurden. Bei der Betrachtung des Jobs des Beifahrers können wir durchaus einen Bezug zum Turnen herstellen. Wehe, er verliert den Griff.. Der Gebäudekomplex «Meilenstein» (www.dermeilenstein.ch) beinhaltet unter anderem ein Hotel, Abstellplätze von Oldtimern für Privatpersonen, ein Restaurant, eine Bar mit dem grössten Aquarium der Schweiz, Bowlingbahn uvm. Das viele Staunen machte hungrig und vor allem durstig. Anlässlich ihres 60. Geburtstages spendierten Rodolfo und Thomas einen feinen Apéro. Herzlichen Dank dafür!
Die anschliessend Fahrt brachte uns nach Solothurn. Die vom Führer gepriesene «idyllische und mystische» Verenaschlucht zu durchwandern war unser Ziel. Und tatsächlich tut sich an Solothurns Stadtgrenze diese entschleunigte Welt auf, in die wir eintauchten. Stets begleitet vom Verenabach marschierten wir bis zur an die Felsen geschmiegte Einsidelei, wo wir von Michael Daum empfangen wurden. Im Sommer scheint Michael so einsam nicht zu sein, ist der Ort doch gut frequentiert. Im Winter, wenn sich nicht einmal die Sonne in die Schlucht verirrt, sieht die Sache wohl etwas anders aus. Aber es scheint, dass es auch in der Einsiedelei an Fachkräften fehlt, denn die Teutonisierung hat auch diesen Flecken erfasst. Im Restaurant Einsiedelei in nächster Nähe genossen wir das lokale «Wyssestei»-Bier (www.wyssestei-bier.ch), bevor wir weiterfuhren nach Florida. Also, nach Studen ins Hotel «Florida» (www.florida.ch). Das Hotel bietet einiges. Seminarräume, ein komplett eingerichtetes Fitness, Minigolfanlagen, Pizzeria, Wellnessbereich, Bar 😊 – alles da. Aber, Turner sind ja genügsam. Ein kühles Helles, gutes Essen und eine Liegestelle erfüllen die Erwartungen vollends. Das Essen in stilechtem Ambiente ‘zwischen’ Flamingos schmeckte vorzüglich, die Drinks erfrischten und die Nacht war sehr erholsam.
Am folgenden Morgen stärkte uns das reichhaltige Frühstücksbuffet für die Herausforderungen des Tages. Per pedes ging es von Studen nach Lyss, stets entlang der alten Aare bis wir ... auf Martin Stuck trafen. Am ersten Tag verhindert, fand Martin nun den Anschluss zur Gruppe, das Hallo war gross 😊. Das Tagesziel erreichten wir mit einem weiteren Katzensprung, die Kartbahn Lyss (www.kartbahnlyss.ch). Nach einem stärkenden Kaffee und nach Studium der Kurven zogen sich immerhin 6 Begeisterte den Rennoverall über (oder auch nicht) und setzten sich den passenden Helm auf. Gefahren wurden 2 mal 12 Minuten, gestartet wurde direkt aus der Box. Für die Rangierung war die eine schnellste Runde relevant. Als Fahrer war man hin- und her gerissen zwischen schnelle Runde fahren und Positionskämpfen. Überholen ist geil, hilft aber nicht für eine schnelle Runde. Nach dem ersten Einsatz wurde eifrig diskutiert. Nicht alle finden Positionskämpfe am Limit lässig, nicht jeder war mit seinem Kart zufrieden, manche finden blockierende Kollegen mühsam. Die Frage, ob wir auch mit Rennkarts fahren könnten, wurde vom Personal mit mitleidigem Lächeln beantwortet. – «Es ist besser für euch nicht». Nun ja, da mag der junge Herr wohl Recht behalten. Auch mit den limitierten Karts schafften wir den einen oder anderen Surrli zu produzieren. Die zweite Ablösung brachte eine Umkehr der Gefühlslagen, was direkt mit der Leistung der Karts zusammenhing. Die einen erwischten einen schnelleren, andere jedoch einen langsameren Kart. Das zeigte sich auch an den gefahrenen Rundenzeite. Jänu, Spass gemacht hat es trotzdem.
Nach kurzem Spaziergang erreichten wir den benachbarten Ort Aarberg. In der Innenstadt liessen wir es uns gütlich gehen mit Pizza essen und diskutieren. Die SBB brachte uns schliesslich rechtzeitig zum Znacht wieder wohlbehalten nach Winterthur.
Vielen Dank an Andi Vonwyl für die Organisation der Turnfahrt, es hat Spass gemacht.
Michael Rüttimann