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Ein Schirmli - Drink im November! Wo gibt's denn das? Natürlich bei uns beim DTV & TV Seen an unserer Abendunterhaltung 2011. Am Freitag 18.11 und Samstag 19.11. begleiteten wir im reformierten Kirchgemeindehaus Michi, Andy, Sandra und Jasmine auf ihre abenteuerliche Reise an die Costa der Solo zum Schirmlidrink. Wir trafen die vier Urlauber auf dem Weg zum Flughafen, bereits voll in Ferienstimmung. Doch schon beim Check-in traten die ersten Hindernisse auf. Sandy hatte doch tatsächlich mit 27 kg die Grenze für das Freigepäck deutlich überschritten und das wegen der vielen eingepackten Bikinis. Ob sie wohl goldumrandete und deshalb so gewichtige Bikinis trägt? Zum Glück war die Myna beim Check-in grosszügig.
Die Unterstufe der Mädchenriege eröffnete die Riegendarbietungen und machte das Check-in zum spielerischen Erlebnis. Es sprangen plötzlich Kinder aus den bereitgestellten Koffern und begannen mit Sprüngen und Rollen von den Schwedenkästen zu turnen. Man konnte sich vorstellen, dass so das Gepäck über die Laufbänder seinen Weg sucht. Die Mädchen waren unterschiedlich gekleidet, mit fein gemusterten farbigen Stoffen und Tüchern, ganz unterschiedlich, eben so wie auch die Koffer unterschiedlich und aus verschiedenen Ländern sind. Hat wohl jeder Koffer sein Reiseziel erreicht?
Nach dem Check-in ging es für unsere Urlauber zur Passkontrolle. Der Grenzpolizist hatte eine sehr eigene Arbeitsauffassung. Die abendlichen Essenseinkäufe waren jedenfalls so wichtig, dass sie gleich auf eine herausgerissene Seite des Passes von Andy geschrieben werden mussten. Aber eben, wie Michi richtig gesagt hatte: Die Ehefrau hat angerufen und den Auftrag erteilt. Da muss man(n) sofort spuren! Die Mittelstufe der Jugendriege setzte turnerisch die Passkontrolle um. Von allen Seiten strömten Schlangen zur Passkontrolle zu. Teilweise erschienen sie als Schattenbilder und teilweise aufgereiht auf den Barren-Holmen. Hier schwangen sich die Knaben gekonnt und mit Schwung weiter.
Jetzt wurden unsere vier Urlauber sogar persönlich zum Gate aufgerufen, wo sie rasch ins Fugzeug einsteigen mussten. Die Sicherheits-Instruktionen vor dem Abfliegen fand Andy aber ziemlich öde, weshalb er mit seinen Reisegenossen gleich eine coole Disco-Version vordemonstrierte.
Im Flugzeug ist nach dem Fliegen das Zweitwichtigste die Betreuung durch die Stewardessen! Und davon hatte es in diesem Flugzeug dank der Mittelstufe der Mädchenriege viele. In dunklen Hosen oder Jupe, mit weisser Bluse und geschminkt mit knallroten Lippen rauschten die Mädchen auf die Bühne. Jede Gruppe unterschied sich durch ein verschiedenfarbiges Foulard. Abwechslungsweise tanzten und turnten die Mädchen und liessen dazu auch grosse Reifen an den Hüften kreisen. Man hatte den Eindruck, dass nicht das Flugzeug, sondern die Mädchen selber fliegen!
Damit man abfliegen kann, muss aber das Flugzeug auf die richtige Rollbahn gelotst werden. Hier zeigte uns die Unterstufe der Jugendriege, wie das vor sich geht. Mit Leuchtwesten und leuchtenden Signalkellen winkten die Knaben die Flugzeuge auf der Bühne zum Start. Der Leuchteffekt auf der dunklen Bühne kam sehr gut zur Geltung. Nun zeigten die Knaben zusätzlich Bodenübungen auf der Startbahn. Hoffentlich machen ihre Flugzeuge nicht die gleichen Rollen und Sprünge, ich möchte sonst nicht Flugpassagier sein!
In der Luft konnten wir unsere Urlauber weiter begleiten. Sie hatten offensichtlich einen Billigflieger gebucht. Jedenfalls war die Lautsprecherdurchsage des Piloten alles andere als erbaulich. Erstaunlicherweise kamen sie aber trotz allem heil an ihrer Costa del Solo an und machten sich sogleich an den Bezug des Hotels. Zum Glück hat Michi immer eine grosse Kuhglocke im Rucksack zum Wecken der Empfangsdame! Die Mädchen der Mittelstufe (5. und 6. Klasse) zeigten uns nun, wie der Empfang in diesem Hotel vor sich ging. Die Einen waren elegant gekleidet als Empfangsdamen, die Andern bunt und farbig mit Shorts als Touristinnen. Grosse Schlüssel wurden verteilt und damit turnten sie zusammen, voller Vorfreude auf den kommenden Ferienaufenthalt.
Unsere vier Urlauber freuten sich nun auf das Galadinner. Es wurde Ihnen elegant serviert von vier Kellnern der Männerriege in weissem Hemd mit grosser Fliege. Schön im Takt der Arie „La donna e mobile" wurden sie zum Tisch begleitet und auf die Stühle gesetzt. Der Wein wurde Ihnen serviert, nicht ohne dass der Kellner zuerst selber noch einen Schluck aus der Flasche genommen hatte. Das Menü schliesslich unter dem silbernen Deckel schien die Feriengäste nicht zu begeistern. Es waren - Entschuldigung liebe Kinder - Plüschtiere.
Nach dem Essen stieg offenbar der Hormonspiegel unserer Urlauber. Nachdem sie erfolglos an der Bar nach dem andern Geschlecht Ausschau gehalten hatten, versuchten sie ihr Glück mit den Zimmermädchen. Hier wurden sie aber schön in den Senkel gestellt. Die Besen-Armada der Seniorinnen rückte an und machte sich ans Saubermachen. Im Rhythmus des Radetzky-Marsches wischten und tanzten sie sich durchs Hotel. Woher nehmen die Damen diesen jugendlichen Schwung? Das ist sicher nur möglich mit regelmässigem Training am Dienstagnachmittag. Ob in ihrem Training wohl auch immer noch die Möglichkeit besteht, statt dem Turnen eine Servelat mit Bier zu verspeisen? Nach dem Putzen testeten die Zimmermädchen die Leintücher auf ihre Reissfestigkeit und kamen so schliesslich doch ins Schwitzen.
Nach diesen diversen Erlebnissen nutzen sowohl die Darsteller wie auch das Publikum dankbar die Pause. Mit aufmerksamem Service wurden Getränke und Spiessli mit Salat angeboten. Die Küchenmannschaft war sehr gut organisiert und konnte alle Zuschauer beliefern. Die Tombolalose fanden einen sehr guten Absatz.
Nach der Pause stand der obligate Hotelausflug auf dem Programm. Die Frauenriege 2 entschied sich offensichtlich für eine sportliche Tour. Ausgerüstet mit Wanderkleidern steppten sie auf, um und über die Stepp-Böckli, mit und ohne Beinschwung. Da kamen ja sogar die Zuschauer ins Schwitzen. Auch diese Damen schienen gut trainiert zu sein. Jedenfalls reichte es auf dem Ausflug noch zum Gruppenfoto. Fast wurde die Rückfahrt des Cars verpasst.
Unfreiwillig durften wir nun Andy und Michi aufs Pissoir begleiten. Ja das Pissoir, das ist ja noch unsere letzte Bastion als Männer, welche die Frauen nicht wegnehmen können. Wenn ihr Frauen aber meint, wir stünden dort nebeneinander beim Brünzeln und schauten beschämt einander nicht in die Augen, dann habt Ihr Euch getäuscht. Nach diesem Abend wisst Ihr, wie weit die Hilfsbereitschaft unter uns Männern geht! Direkt ging es nun vom Pissoir in die Küche. Eine ganze Armee von Köchen aus der Oberstufe der Jugendriege erwartete uns auf der Bühne. Sie standen alle mit Poker-Face, Sonnenbrille und Kochmütze bereit. Diesmal kochten sie aber nicht, sondern sie sorgten mit Rhythmus für die nötige Power. Schwingbesen, Deckel, Fässer und Gläser wurden zu Instrumenten und folgten sich rhythmisch Schlag auf Schlag. Es war wirklich eine originelle rassige Performance.
Die Frauenriege 1 führte uns nun vor, wie die Hotelanimation an der Costa del Solo die Gäste in Schwung bringt. Aufgeteilt in zwei Gruppen zeigten uns die Frauen eine Darbietung einerseits mit roten Gymnastik-Bällen und andererseits mit Poi. Die Poi sind an dünnen Seilen befestigte Bälle, welche die Frauen rasant sich und den Kolleginnen um die Ohren wirbelten. Die Drehungen waren so schnell, dass die Bälle auf keiner meiner Fotos an diesem Abend scharf zu sehen waren. Die Choreographie beider Gruppen war sehr schön einstudiert und präsentiert.
Nach diesem Turnprogramm hatten wir uns eine Wellnessstunde verdient. Wir durften Jasmin und Sandy in den Hamam des Hotels begleiten. Zusätzlich hatte ein glücklicher Zuschauer aus dem Publikum einen Gutschein für eine Wellnessbehandlung gewonnen - ein zweifelhafter Preis. Denn die Betreuung erfolgte durch Hüsseyin und Mehmed, zwei durchaus gutmütige morgenländische Bademeister, mit aber etwas eigensinnigen Wellnessmethoden. Währenddem die Gurkenmaske für das Gesicht ja noch zum Standard gehört, ist eine Haarentfernung an den Beinen mit Klebeband und eine Gesichtsrasur mit der Kettensäge doch nicht so alltäglich. Jedenfalls überlebte an beiden Abenden der Publikumsgast die Behandlungen ohne grösseren Schaden und erhielt dafür einen Drink spendiert. Eine viel sanftere und sehr anmutige Wellnesslektion durften wir danach von der Mädchenriege Oberstufe miterleben. Die jungen Damen präsentierten eine anspruchsvolle Kür am Stufenbarren. Synchron zeigten sie Abfolgen von verschiedenen Figuren an den Holmen. Die Ausführungen waren sehr harmonisch und schön anzusehen.
Nun hiess es ab an den Strand, auch für unsere Urlauber! Währenddem sich Michi den Body literweise mit Sonnenmilch eincremte, machten sich die Frauen im Liegestuhl lustig über ihn. An jeden Meerestrand gehört die Baywatch, die richtigen Bademeister des Meeres. Diese Rolle füllten die Turner der Fitnessriege aus. Allerdings kamen mir bei deren Vorführung beträchtliche Zweifel auf, ob sie einen Ertrinkenden auch wirklich bemerken würden. Vor allem der schwarzhaarige Bademeister hatte andere Gedanken im Kopf, oder besser gesagt in der Hüfte, als den Badestrand zu überwachen. Jedenfalls konnten alle ihre Beweglichkeit bei der gemeinsamen Vorführung unter Beweis stellen.
Als grosses Finale kündigte sich nun die Poolparty mit der Aktivriege an. In coolen Strandkleidern und Baströcken trafen sie sich auf der Bühne. Gestartet wurde die Party mit einem fetzigen Twist der jungen Damen. Erstaunlich wie beweglich sie in ihren Hüften waren und wie sie dort den Rhythmus umsetzen konnten. Nun folgten gemeinsame Auftritte der ganzen Riege, abwechselnd rassige gemeinsame Tänze und gekonnte Sprünge vom Minitramp. Gleich drei Minitramps nebeneinander ermöglichten die Sprünge in schwindelerregendem Tempo. Man spürte deutlich, mit welcher Freude und Ehrgeiz die ganze Truppe den Abend erlebte.
Zum Schlussbild wurden nun nochmals alle Darsteller des Abends auf die Bühne gerufen und vom grossartigen Publikum mit langem Applaus bedacht. Es ist ein schönes Bild, den ganzen Verein von jung bis alt gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Besonders erfreulich ist es zu sehen, wie viele junge Turner und Turnerinnen, Mädchen und Knaben, in unserem Verein mitmachen. Sie können regelmässig einen sinnvollen und fröhlichen Sport in einer Gruppe von Gleichgesinnten ausüben. Sie sind die Zukunft des Vereins. Stolz konnten sie heute Abend Ihre Darbietungen den Eltern und Verwandten präsentieren. Vielen Dank an alle Leiter und Leiterinnen der Jugi und der Mädchenriege, die dies mit ihrem grossen Einsatz ermöglichen!
Nach der Turnshow war der Abend noch lange nicht gelaufen. Tombolapreise abholen, Nietenverlosung um Mitternacht, Kuchenbuffet und Kaffee, Drinks an der Bar, Musik der DJ Crew und natürlich auch das Treffen mit Bekannten und Nachbarn zu einem kleinen Schwatz. An beiden Abenden blieb noch viel Zeit bis zum definitiven Aufräumen. Die Abendunterhaltung 2011 wird als sehr gelungenes, vom ganzen Verein mit Freude getragenes Ereignis in Erinnerung bleiben. Nochmals herzlichen Dank allen, welche in irgendeiner Weise vor oder hinter der Bühne, im OK oder als Helfer mitgewirkt haben. Herzlichen Dank auch dem Publikum das am Freitag und Samstag, in grosser Zahl erschienen ist.
Martin Stuck
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