| Jugendriege 2011 Jugend-Reisli auf die Rigi |
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| Geschrieben von Michael Rüttimann | ||||
| 30. Aug 2011 | ||||
Pünktlich auf das Ferienende meldete sich der Sommer doch noch in der Schweiz und sorgte mit Strahle-Wetter für optimale Bedingungen für unser Jugend-Reisli. Die Königin der Berge lockte mit phantastischer Aussicht...
--> Fotos
Die halbe Schweiz war an diesem Samstag auf den Beinen, respektive auf dem Zug. Insbesondere auf der Strecke Zürich Arth-Goldau waren die Sitzplätze bei der SBB derart rar, dass die Seemer Jungturner einen Zug später als beabsichtigt zugewiesen bekamen. Pünktlich stand die fröhliche, bunte Turnerschar, 35 an der Zahl, voller Erwartungen am Hauptbahnhof Winterthur-Seen. Ein erstes Durchzählen des ganzen Haufens war angesagt, während die Jungs die S12 enterten. Spätestens ab Zürich geschah, was unweigerlich geschieht, wenn ein Turner - egal welchen Alters - in einem (noch) sauberen Zugabteil sitzt und die Lok die Waggons in Bewegung setzt --> der Rucksack wurde ein erstes mal von innen nach aussen gedreht und alles Leckere und Essbare ausgebreitet. Dies passiert meistens ungeachtet dessen, wie lange die Fahrt dauert. So fuhren wir mampfend oder Quartet spielend durch unser schönes Land, vorbei am Zürichsee, vorbei am Zugersee bis nach Arth-Goldau. In Arth-Goldau hiess es definitiv die Schuhe satt schnüren, einen Schluck aus der Flasche nehmen und los ging es. Per pedes wollten wir die Tal-Station der Kräbel-Seilbahn erreichen. Hm, wo war schon wieder der Anfang des richtigen Weges? Nach kurzer Unsicherheit des Leithammels ward er doch noch gefunden, der Weg. Das asphaltierte Strässchen führte im Zickzack bis zur Tal-Station. Gross war teilweise das Gejammer und Geklöne - „oh ist das heiss" - „uh, ist es noch weit" - „ah, ich wäre lieber in der Badi!". Halb so schwer wären die „Strapazen", wenn die Kräfte statt ins Jammern ins Laufen investiert würden. Aber ja, es war tatsächlich schon sehr warm. Der Pullover im Rucksack wurde an diesem schönen Sommertag definitiv nicht gebraucht. Das zeigten auch die Schweissperlen- oder Bäche auf den Stirnen. Während dem Marsch zur Talstation staunten wir nicht schlecht darüber, wie viele Autos den Weg hinauf schlängelten. Oft und bald schon wieder mussten alle Jungs brav an den Wegrand stehen und die Automobile passieren lassen. Da gab es Gesellen, die sich gar ungeduldig und ruppig verhielten und so nah an den Gruppen vorbeifuhren, dass einzelne Jungs gestreift wurden. Wie erwartet liess betreffender Autofahrer - wenn wunderts - nicht mit sich reden, da er ja „im Recht" sei, unsere Jungs nicht wüssten wie sie sich zu benehmen hätten und wir erwarten würden, dass er mit seinem Auto von der Strasse springen würde. Erstaunlich, was für Schrott urteilsfähige und mündige Verkehrsteilnehmer von sich geben können. Wie wir befanden, ist es gut, dass keine Strasse bis auf die Rigi führt! Auf die Rigi führt nur die Rigibahn oder die Kräbel-Seilbahn, auf die wir warteten. Erstaunt stellte ich fest, dass unsere Jungturner generell bei jeder kleinen Pause ein Picknick veranstalten. Ein bisschen Zeit dazu blieb, da wir unsere Riege in zwei Gruppen aufteilen mussten. Die Gondel hat nur Platz für 15 Erwachsene. Da wir unsere Jungs stapel können, reichten zwei Fahrten. In luftiger Höhe schwebte die Gondel mit uns auf die Rigi-Scheidegg. Ruckzuck befanden wir uns in einer „anderen" Welt, die noch in Ordnung schien. Die wunderbare Aussicht auf den Zugersee und den Lauerzersee bescherten und dieses wohlige „hach-Erlebnis". Picknick auf dem Berg, das muss schon sein - nachdem alles in den Rucksäcken verstaut war, konnte es schliesslich losgehen. Unser Ziel Rigi-Kaltbad befand sich ca. 1 ¾ Std. vor uns. Mit André in Front marschierten wir los auf dem alten Bahntrassé der Rigi-Bahn. Bald zog sich unsere Gruppe in die Länge, da hinten eben nicht marschiert sondern spaziert wurde. Wie ein Bandwurm am Berg trippelte die Jugendriege Seen Richtung Kaltbad -durch Tunnel, über Brücken. Nicht vergessen zu erwähnen das mit dem Picknick während der Trinkpause, aber das war ja zu erwarten. Interessant ist der Felsenweg - eingehauen in die Nagelfluh-Wand. Die Aussicht auf den Vierwaldstättersee ist grandios. Man kann sich nicht vorstellen, dass es einen schöneren See geben könnte. In Rigi-Kaltbad herrschte emsiges Treiben. Viele Berggänger, Spaziegänger, Wanderer warteten auf die stündlich fahrende Rigi-Bahn oder suchten im Restaurant nach einem freien Plätzchen. Eine Stunde blieb uns für's Mittagessen / offizielles Picknick. Dazu suchten wir die leicht versteckte Schweizer Familien Feuerstelle unterhalb der Bergbahn-Station. Ideal, Feuer gab es schon, wir mussten nur unsere Würste auf den Grill legen. Die Essenszeit wurde von Julian mit „Kochen" verkürzt, jenes Spielchen, über das sich der eine oder andere Turner in Vergangenheit bereits das Hirn zerbrochen hat. Pünktlich um 14:15 Uhr ging es weiter auf der Rigi-Bahn. „Ex-tra-Zug! Ex-tra-Zug.." skandierte unsere Riege lauthals beim Anblick des mit „Extra-Zug" angeschriebenen, alten Rigi-Bähnli, in dem für uns Plätze in genügender Anzahl reserviert wurden. Langsam aber sicher ruckelten wird den Berg hinunter nach Vitznau an den wunderschönen, herrlichen (siehe oben) Vierwaldstättersee. Kaum aus dem Bähnli ausgestiegen, steuerte die ganze Truppe in Einerkolonne in den Kiosk und jeder durfte sich ein Glacé aussuchen. Extra dafür bestiegen wir das Schiff eine halbe Stunde später. Die Jungs zufrieden am Glacé schlecken, das ermöglichte den Leitern einen Sprung das blaue Wasser des phantastischen Vierwaldstättersees ;). Kurze Zeit blieb noch, alle die alten Dampfmaschinen beim Hafen zu bestaunen, dann durften wird das Schiff stürmen. Noch immer stimmte die Anzahl Jungs beim Durchzählen, so konnten auch die Leiter die Überfahrt nach Luzern geniessen. Die SBB brachte uns schliesslich sicher und pünktlich wieder nach Seen zurück. Michael Rüttimann (Bericht aus „Rigi - ein Picknick wert";)
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| Letzte Aktualisierung ( 06. Sep 2011 ) | ||||
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