Veteranenriege 2011 Reise ins “Chriesiland“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Kurt Züblin   
11. Jun 2011
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Veteranenreise ins “Chriesiland“  Fricktal.

5.Mai 2011

Diese Reise fand ausnahmsweise bereits im Frühling statt, da im Oktober zur Zeit der Obsternte eine Betriebsbesichtigung bei der Mosterei Möhl in Arbon auf dem Programm steht. Das “Chriesiland“ wählten wir, weil wir hofften zu dieser Zeit ein Blütenmeer von Kirschbäumen anzutreffen, was leider in Folge der frühzeitigen Vegetation in diesem Jahr nicht zutraf.

Der Grossteil der 48 gemeldeten Veteranen besammelte sich um 8 Uhr auf dem BH Seen.  Bei idealem Reisewetter fuhren wir vorerst mit der S26 nach Winterthur, wo auch die Nichtseemer dazu stiessen, und wechselten auf die S41, die uns über Bülach, Eglisau, dann dem Rhein entlang bis Koblenz und zur Endstation Waldshut führte. Leider reichte die Zeit nicht für einen Abstecher in die historische Altstadt, denn auf 10.30 Uhr war das Schiff der städtischen Werke Waldshut-Tiengen für eine Rheinschifffahrt bestellt. Auf dem Boot servierten uns zwei hübsche Damen den Kaffee mit einem feinen Gipfel. Zögerlich - war es doch am Morgen noch recht kühl - wechselte man dann den Platz auf das Oberdeck. Hier hatte man einen fensterlosen Blick auf die schöne, in frischem Grün vorbei gleitende Uferlandschaft vorerst Rhein aufwärts bis zur Einmündung der Aare. Um den planmässigen Fährdienst Waldshut-Full um 11 Uhr einzuhalten ging die Fahrt dann rheinabwärts bis zu dem momentan umstrittenen Atomkraftwerk Leibstadt. Kurz vor 12 Uhr legte das Schiff auf der Schweizerseite in Full an. Hier nahm uns ein Extrakurs des örtlichen Verkehrsverbundes in Empfang. Vorerst ging die Fahrt dem Rhein entlang bis kurz vor Laufenburg. Hier schwenkten wir ab und fuhren auf Nebenwegen durch eine schöne, den meisten unbekannte Landschaft. Über Sulz den Dimmisberg hinunter nach Effingen erreichten wir unser Reiseziel, den etwas ausserhalb Bözen liegenden Söhrenhof, wo wir zum Mittagessen erwartet wurden.

Der Söhrenhof ist ein vielseitiger Familienbetrieb. Jung und alt – übrigens verwandt mit meiner Schwägerin Rosmarie Züblin - bewirtschaften neben dem Bauernhof 130 Aren Reben. Dazu werden noch x-tausend Hühner gemästet. In der Mitte des Hofes war ein Festzelt für ca. 100 Personen aufgebaut, das den Sommer über für eigene Aktivitäten wie z.B. Pouletessen über Ostern, für Geburtstage, Firmen- und Vereinsanlässe etc. angepriesen wird.

Der Apéro wurde uns im Freien vor dem Zelt serviert. Ausgeschenkt wurde uns ein Müller-Thurgau und ein Chardonnay, zwei bekömmliche Weissweine aus den eigenen Reben. Dazu gab es selbstgebackenes Speckbrot und Foccacia. Anschliessend nahmen wir Platz an den festlich aufgedeckten Festbänken im Zelt, wo der Salat bereits serviert war.

Vor dem Hauptgang hatte ich noch Zeit über das Vereinsleben im vergangenen Monat zu berichten. Leider nicht nur Erfreuliches. So mussten wir von Schaggi Peter kurz nach seinem 90. Geburtstag und von Teddy Ettlin, der von seiner unheilbaren Krankheit erlöst wurde, für immer Abschied nehmen. Tragisch auch der Fall von Fritz Rösli, der sich nach einem Sturz den Arm gebrochen hatte. Nur zwei Tage später verstarb seine Frau an einem Herzinfarkt. Aus den Verhandlungen der Delegiertenversammlung der Kant. Veteranen konnte oder musste ich melden, dass wir nun auch Frauen in unsere Gruppen aufnehmen können. Zum Schluss gab ich noch den zeitlichen Ablauf des heutigen Tages bekannt ehe zum Hauptgang aufgetischt werden konnte.

Neben Steak oder Poulet mit Pommes frites wurden jedem Teller zusätzlich grüne Spargeln vom Hof beigelegt. Bis zum Dessert hatte man dann Gelegenheit, die verschiedenen Weine und  Schnäpse zu degustieren und zu kaufen, zusammen mit anderen Eigenprodukten wie Honig, Konfitüre, Spargeln etc. Um 15 Uhr wurde der Dessert serviert, wobei die Kirschtorte und der Kirsch als Beilage zum Kaffee die meisten Abnehmer fanden. Noch vor 16 Uhr marschierte der Grossteil hinunter ins Tal zur Busstation in Bözen. Für die Gehbehinderten und andere wurde ein Transport mit einem Auto vom Hof organisiert. Pünktlich um 16.30 Uhr wurden wir wiederum mit einem Extrabus abgeholt, der uns über den Bözberg zum Bahnhof Brugg führte. Hier wartete bereits die S12, wo wir uns den Platz noch aussuchen konnten, was von Station zu Station bis Winterthur immer schwieriger wurde. Ein Teil verabschiedete sich hier und der grosse Rest fuhr nach Seen. Es hatte sich herum gesprochen, dass im “Burehus“ der Wirt heute seinen 50. Geburtstag feiern konnte. Ergo pilgerten wir – nicht alle, aber viele - in unser Stammlokal um zu gratulieren, was mit einigen Runden Gratisbier verdankt wurde. Kurz vor Mitternacht endete dann auch für die Letzten die abwechslungsreiche, schöne Reise.

          

            Kurt Züblin


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Letzte Aktualisierung ( 12. Jun 2011 )
 
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