| Turnriege 2010 Turnfahrt Jura |
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| Geschrieben von Roger Disch | ||||
| 28. Sep 2010 | ||||
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Prächtiges Wetter begleitete uns am Bettagswochenende vom 18. und 19. September bei unserer Turnfahrt rund um Saignelégier. Dabei begann das gemeinsame Wochenende ja bereits am Freitagabend mit dem Verlad unserer Velos bei der Turnhalle Tägelmoos, wo Organisator André Burkhalter mit dem Mietautotransporter bereitstand. Alle 15 Teilnehmer kamen der Aufforderung zum Verlad pünktlich nach so dass André seine Vorbereitungen wie geplant abschliessen konnte.
Gut gelaunt trafen sich dann die Teilnehmer am Samstagmorgen bei der ehemaligen Milchrampe zur Fahrt nach Le Bémont. Hier erwartete uns André mit den bereits fahrbereiten eigenen Bikes. Nach einem kurzen Umziehen gings dann los mit den Drahteseln. Gewisse Unsicherheit machte sich dann doch bei den Velofahrern breit ob der doch nicht zu unterschätzenden Höhe über Meer der Juraregion. Zumal ja gemäss Programm damit gerechnet werden musste, mal ziemlich bergauf und dann wieder bergab zu radeln. So waren denn auch sehr unterschiedlich angezogene Biker auszumachen. Einschichtig, doppelschichtig, dreifachlagig oder noch mehr - alles war anzutreffen. Je nach Steigung und Abfahrt wurde dann doch die eine oder andere Schicht entfernt oder wiederum hinzugefügt.
In La Chaux des Breuleux verliessen wir dann unsere Route kurz und besuchten das Pferdealtersheim in Le Roselet. Eigentlich beschränkten wir uns dabei nur auf den Besuch der dortigen Beiz um erste Mangelerscheinungen auszugleichen. Nach dieser Stärkung gings dann wirklich deftig weiter, uns erwartete die Steigung hinauf zum Mont Crosin. Während die einen locker die Steigungsmeter hinter sich brachten, hatten doch einzelne Mühe und waren froh, etwas später doch noch auf dem Gipfel anzukommen. Nicht gerade erbaulich war auch die Tatsache, dass eine Gruppe älterer Damen mit Leichtigkeit (da E-Bike) an den keuchenden Tramplern vorbeizog und noch fröhlich winkend einen schönen Tag wünschte.
Nun konnten wir uns erholen und den interessanten Ausführungen zum Windkraftwerk der JUVENT SA zuhören, welches das grösste windbetriebene Kraftwerk der Schweiz ist. Manch einer zollte dabei aber dem nicht zu unterschätzenden Temperaturunterschied Tribut und konnte seine Augen nur mit grösster Anstrengung offen halten. Wie nicht anders zu erwarten war gelang dies nicht allen. Zu Fuss gings dann weiter hinauf zu den riesigen im Wind stehenden Windturbinen. Imposant waren dabei die Zahlen wie Höhe, Gewicht, Energiequotient und ähnliches. Nach diesen Eindrücken gings noch ein kurzes Stück per Velo weiter auf den Mont Soleil, wo uns nach dem Mittagessen eine Führung durch das Sonnenkraftwerk erwartete. Aber nun stand uns zuerst ein feines Käsefondue bevor. André und Michi hatten sämtliche Hilfsmittel und Zutaten mitgeschleppt und in einem gedeckten Unterstand gings nun gemeinschaftlich ans Vorbereiten des feinen Essens. Da natürlich wieder einer auffallen musste und dieser auch kein Käseliebhaber ist, ergab es sich, dass nebst den zwei Käse-Rechauds plötzlich ein weiteres bereitstand. Für Roger gabs Fondue Chinoise mit zwei verschiedenen Saucen ! Für alle ist sicherlich klar, dass sowohl vom einen wie auch vom anderen keinerlei Reste übrigblieben !
Frisch gestärkt waren wir nun bereit für die Führung durch das Sonnenkraftwerk. Es ist die grösste fotovoltaische Anlage der Schweiz und wurde 1992 in Betrieb genommen. Die Solarzellen bestehen aus Silizium. Verteilt auf 20'000 m2 wandeln sie die Sonnenstrahlen direkt in elektrische Energie um und versorgen so rund 200 Haushalte mit deren jährlichem Strombedarf. Nach den interessanten Ausführungen und einem kurzen Video waren wir bereit für die Talfahrt in Richtung Tagesziel. In flotter Fahrt erreichten wir bald einmal die Talsohle und fuhren zügig weiter. Da sich der Durst aber schon bald einmal bemerkbar machte wurde ein angeschriebenes Pit-Stop-Gebäude gesucht und auch gefunden. Neben der Gästeansammlung jurassischer Schweinezüchter stillten wir unseren Durst mit einem feinen Bier oder ähnlichem. So waren wir auch bereit für die paar letzten Kilometer zur Jugendherberge in Le Bémont.
Dort angekommen ging es zuerst darum, die eigene Schlafgelegenheit für die Nacht vorzubereiten und sich für den Abend frisch zu machen. Weil die Auberge bereits ziemlich voll war, mussten wir uns für das Abendessen auf verschiedene Tische verteilen. Während das Essen noch unseren Ansprüchen und Erwartungen gerecht wurde war dies bei den Getränken keineswegs der Fall. Ungeniessbares Bier und ein fader Chianti liessen doch manch einen das Gesicht verziehen. So kam es, dass wir unserem Chauffeur und Organisator André den Auftrag gaben, nach seinem Autotransport doch noch einen Harass Bier mitzubringen. Während die einen von uns sich nun bei einer angeregten Diskussion unterhielten, setzten sich die anderen an einen runden Tisch und suchten beim Kartenspiel den grössten Hornochsen. Froh waren wir, als uns dann André mit der gewünschten Flüssigkeit versorgte.
Nach einer holperigen und nicht immer einfachen Fahrt durchs Gras-/Moorgelände sowie einer kurzen Irrrundfahrt mit ein paar wenigen Mehrkilometern wurden wir in der Schaukäserei von Bellelay mit der Herstellung des Tête de Moine (Mönchskopf) vertraut gemacht. Den interessanten Ausführungen folgte der kulinarische Höhepunkt des Wochenendes, das Geniessen einer kalten Käse- und Fleischplatte. Umrahmt wurde das Ganze von strahlendem Sonnenschein und einem feinen Weisswein. Einfach göttlich !!
Kurz lauschten wir anschliessend den mahnenden Worten von André, dass es nun bis zum Zielort alle Sinne brauche. Uns stand nämlich die rasante Fahrt durch die Gorge de Pichoux bevor. Mit Höchstgeschwindigkeiten von gegen 70 km/h brausten wir dann alle durch diese imposante Schlucht und genossen den Fahrtwind sehr. Glücklich und zufrieden, dass alle diese doch nicht ganz ungefährliche Fahrt heil und ohne Sturz überstanden hatten, trafen wir uns dann im Rest. Croix-Blanche (Weisses Kreuz) zum Mittagessen. Hier genossen wir nebst einem feinen Bier, einem Glas Wein auch ein währschaftes Mittagessen. Schön, dass wir das ganze Wochenende bei strahlendem Sonnenschein verbringen durften und so natürlich dieses Mahl auch an der frischen Luft zu uns nehmen konnten.
Da es fürs Dessert zeitmässig nicht mehr langte, nahmen wir die letzten Kilometer noch unter die Räder und kamen nach kurzer Zeit in Glovelier an. Dort reichte die Zeit dann aber doch noch für das Verladen der Fahrräder und einen Nachtisch im Café „de la gare". Anschliessend gings müde, aber mit tollen Eindrücken vom Jura via Basel und Zürich mit dem Zug zurück nach Hause. Herzlichen Dank an André für die Organisation dieser tollen Turnfahrt !
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| Letzte Aktualisierung ( 28. Sep 2010 ) | ||||
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