| Veteranenriege 2010 Veteranenreise |
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| Geschrieben von Kurt Züblin | ||||
| 16. Sep 2010 | ||||
Veteranenreise : Donnerstag, 2. September 2010 Ziel: Restaurant Chämihütte, Aeschiried
Das Reiseprogramm lautet wie folgt: Besammlung 8 Uhr am BH Seen. Abfahrt des Zuges 8.10 Uhr, vorerst nach Winterthur, dann über Zürich-Bern-Thun nach Spiez. Von hier mit dem Postauto zum Restaurant Chämihütte in Aeschiried. 11.15 Uhr Jubiläums-Apéro. 12.30 Uhr Mittagessen.16 Uhr mit Postauto zurück nach Spiez und mit dem Schiff nach Thun. 18.36 Uhr mit dem Zug wiederum über Bern-Zürich-Winterthur nach Seen. Als Variante wurde noch eine Wanderung von der Chämihütte nach Spiez angeboten. 52 Anmeldungen waren eingegangen und 52 sind bei schönstem Wetter in Seen oder Winterthur in den Zug gestiegen. Problemlos die Fahrt mit der Bahn. Der reservierte Wagen war leer - was nicht immer selbstverständlich ist - und pünktlich sind wir in Spiez eingefahren. Einzig das “Getränkewägeli“ kam erst kurz vor Thun, so dass es nur noch für einige wenige zum lang ersehnten Kaffee reichte. Ein Zusatzbus führte uns über die schmucken Dörfer Hondrich und Aeschi zur Chämihütte, die 1000 Meter über Meer liegt mit Aussicht auf den Thuner und Brienzersee und die umliegenden Berge. Der Jubiläums-Apéro, teilweise gesponsert vom “Kafi Burehus“, wurde uns vor einem alten Spycher im Freien bei herrlichem Sonnenschein serviert. Warum Jubiläums-Apéro? Die Veteranenriege darf in diesem Jahr ihren 90 Geburtstag feiern. Diesen Anlass würdigte ich mit einer kleinen Ansprache mit folgendem abgekürztem Inhalt. Zuvor durfte ich unsere Ehrengäste Helen und Hans Niedermann begrüssen, die zur Zeit in Gstaad in den Ferien weilten und sich diesen Tag nicht nehmen liessen um mit uns zu feiern. Zweck und Sinn der Veteranenriege ist im Riegenreglement umschrieben und erstreckt sich hauptsächlich auf die Pflege der Kameradschaft. 1920 wurde die örtliche Riege von einigen älteren Turnern, allen voran der damalige Buchdrucker Ernst Jäggli gegründet. Er übernahm zugleich auch das Amt des Obmanns für die ersten 10 Jahre. Darauf folgten Ernst Rüegg für 25 und Dölf Beringer für 19 Jahre. Die nächsten 21 Jahre teilten sich Pankraz Frauenknecht für 7, Köbel Widmer für 4 und Albert Weiss für 10 Jahre. 40 Jahre bestand die Obmannschaft nur aus dem Obmann. Durch die beständig wachsenden Mitgliederzahlen und die Aktivitäten wurde 1960 diese mit einem Kassier, einem Schreiber und 1992 mit dem Wanderobmann erweitert. Schon damals pflegte man die Geselligkeit mit wöchentlichen Höck`s, monatlichen Treffen verbunden mit Wanderungen und Grillnachmittagen bei Turnkameraden. Die Veteranen sind eine eigenständige Riege des TV Seen und sind seit der Gründung für den Finanzhaushalt selbst verantwortlich. Mit einem anfänglichen Jahresbeitrag von Fr. 1.- , der sich mit den Jahren laufend erhöhte und 1972 nach einem Rückschlag von Fr. 45.05 auf Fr. 5.- festgesetzt wurde. Erst 1993 als der TVS die Statuten für die Fehlgeburt der Holding änderte, wobei einen jährlichen Unkostenbetrag von Fr. 5 pro Mitglied verlangt wurde, musste unser Jahresbeitrag auf die heutigen Fr. 20.- erhöht werden. Nach dem glanzvollen 75. Jubiläumsjahr 1995 mit Albert Weiss als OK-Präsident, trat er 1997 als Obmann zurück. Obwohl noch berufstätig, trat ich in seine Fussstapfen. Unterstützt wurde ich damals von einer gut eingespielten Mannschaft mit Werner Reif als Schreiber, Werner Widmer als Kassier und Hans Fuchs als Wanderobmann. Das Vereinsleben funktionierte bestens mit einem Mitgliederbestand von 91 Veteranen und einem Vermögen von Fr. 14`676.-. Am Jahresprogramm wurde vorerst nichts geändert. Anlässe, wie die Kantonalen Veteranentagungen, die eintägige Veteranenreisen, im Mai, Juni, Juli und August die Grillnachmittage im Garten oder neuerdings in Scheunen von verschiedenen Kameraden und die Ausflüge in die Linde, Langenhard oder zu Döfi Rösli nach Dägerlen sind seit Jahren fest verankerte Anlässe und werden es auch bleiben. Zusätzlich baute man einige jährlich wechselnde Ausflüge ein. Neu ins Programm und dies als feste Einheiten hat man im Dezember den Chlausjass mit Nachtessen und den Jahresschluss-Apéro im “Kafi Burehus“ aufgenommen. Zudem alle 2 Jahre eine Betriebsbesichtigung. Für die wöchentlichen Höck`s werden heute das Restaurant Freieck, Grüntal, Rössli, Urban, Linde und das “Kafi Burehus“ berücksichtigt. Kurz gesagt; ein vielseitiges Programm und wir freuen uns, dass es teilweise von über 50 Veteranen genutzt wird. In den letzten 14 Jahren hat sich auch die Obmannschaft verändert. So musste nach dem überraschenden Tod von Werner Reif 1999 sein Amt durch Peter Wolfensberger besetzt werden, gleichzeitig übernahm Hans Niedermann den Wanderobmann vom amtsmüde gewordenen Hans Fuchs. Nach einigem zögern wird, nach dem Rücktritt von Werner Widmer 2003, die Kasse von Silvio Walt verwaltet. Weil Peter Wolfensberger sich als Raucher in unseren Reihen ausgegrenzt fühlte, musste auch dieser Posten 2007 mit Max Bolliger wieder neu besetzt werden. Finanziell konnten wir unser Vermögen dank Legaten von Willi Weilenmann, Albert Isliker und vorallem von Albert Hunsberger und den übrigen Spendern auf annähernd Fr. 29`000 erhöhen. Unser Aufwand für Verbandsbeiträge, Vergabungen, Geburtstage, Chlausjass, Veteranenreise, Grillnachmittage etc. betragen in den letzten Jahren um die Fr. 6`000, wobei alle grösseren Anlässe voll oder teilweise aus der Kasse subventionieret werden und dies bei einem Jahresbeitrag von Fr. 20.-. Trotzdem blieben vielfach noch einige wenige Franken übrig, dies nur dank den grosszügigen Spenden unserer Mitglieder. Nach dem Tod von Albert Weiss, Heiri Peter und Erwin Buff besteht die Riege heute aus 92 Mann. Seit 1997 sind 53 Veteranen verstorben und 4 ausgetreten. Dem gegenüber durften wir 48 Neue aufnehmen. Ausser unserem jüngsten Mitglied Köbi Koblet mit Jahrgang 1952 sind alle pensioniert, der Älteste Göpf Wetli ist 95 Jahre alt. Trotz teilweise recht unterschiedlichen Meinungen und Charaktereigenschaften geht man friedlich miteinander um und schafft so die Grundlage für ein harmonisches Vereinsleben. Ist es nicht schön in einer Gemeinschaft zu leben, wie in unsere Veteranenriege und dies ohne Zwang, absolut auf freiwilliger Basis, aber beseelt vom Gedanken, dass eine gepflegte Kameradschaft wichtig ist und schon manchem über schwere Zeiten hinweg geholfen hat. Hoffen wir, dies werde auch in Zukunft so bleiben. Auf Anweisung von Silvio Walt unserm Kassier und Hoffotograf mussten wir uns nach dem Apéro für eine Gemeinschafts-Foto vor dem Spycher einordnen. Alsdann begaben wir uns in die festlich aufgedeckte Burestube, wo mit Treicheln das Mittagessen eingeläutet wurde. Das Essen konnte mit der Anmeldung gezeichnet werden. Die Auswahl bestand zwischen einer Bernerplatte oder einem Gemischten Braten. 35 wünschten die Bernerplatte d.h. Suppe, geräucherter Speck, Siedfleisch, Rippli, Zungenwurst, Wienerli. Sauerkraut & Dörrbohnen mit Salzkartoffeln und 19 den Gemischten Braten, dazu gehörte eine Suppe, gemischter Salat, Schweins- & Rindsbraten, Gemüsegarnitur und Pommes-frites. Nehmen wir es vorweg, dass Essen war vorzüglich und mehr als reichlich. Pünktlich wurde die Suppe serviert und anschliessend der Salat. Offenbar ein kurzfristiger Engpass in der Küche verzögerte leider das Auftragen des Hauptganges, nach Aussage von Richi Gemmet um 1 ½ Stunden, alle anderen wurden aber früher bedient. Dafür eilte es mit dem Dessert, der an Ort zwischen Coupe Maison, Fruchtsalat mit Kirsch und einem Meringues Glace das den ganzen Teller ausfüllte, bestellt werden konnte. Trotzdem lief uns die Zeit davon, so dass die Uhr mit dem Einkassieren der Getränke die einkalkulierte Zeit für den Start der Wanderung nach Spiez von 15 Uhr überschritt. Überraschend viele - annähernd die Hälfte aller Teilnehmer - machte sich dann auf den verkürzten Weg bis Faulensee, wo es gerade noch zu einem Bier reichte bis das Schiff – die altehrwürdige “Blüemlisalp“ mit Jahrgang 1906 – an der Station anlegte. In Spiez suchten wir in der anstehenden Menschenmenge nach unseren Kameraden, die sich mit dem Postauto dahin fahren liessen. Ob alle da waren war schwierig fest zu stellen, denn auf dem Schiff war fast jede Sitzplatzmöglichkeit belegt. Die Glücklichen hatten noch Platz im Restaurant, andere auf einer Bank auf dem Aussendeck, doch der Grossteil musste sich mit einem Stehplatz an der Reling begnügen. Pünktlich legte das Schiff in Thun an. Noch blieb uns fast eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt des Zuges. Je nach Gesundheitszustand suchte man die nächstliegende Gartenwirtschaft auf oder verbrachte die Zeit in der nahe liegenden schönen Altstadt an der Aare. Am Bahnhof, als der Zug einfuhr - oh Wunder - waren alle da. Zum Unterschied zur Hinreise kam kaum abgesessen das “Getränkewägleli“. Je nach Gutdünken konnte sich jeder für die über 2-stündige Fahrt mit dem Nötigen eindecken. In Winterthur angelangt, verabschiedeten wir uns von denen die nicht in Seen wohnen. Der Rest fuhr mit dem Tösstaler zum Ausgangsort, wo sich einige wenige von Sivio noch für einen Schlummertrunk in der Trotte überreden liessen. Damit endete eine in jeder Beziehung schöne und würdige Jubiläumsreise. Danken möchte ich Peter Treier in der Funktion als Reiseleiter und Silvio Walt als „Säckelmeister“, die mir bei der Organisation behilflich waren. Kurt Züblin
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| Letzte Aktualisierung ( 16. Sep 2010 ) | ||||
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