| Männerriege 2010 Männerriegenreise |
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| Geschrieben von Bruno Brandenberger | |||||
| 19. Aug 2010 | |||||
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Männerriegenreise vom Freitag-/Samstag, 09./10.07.2010 Heisses Wetter war angesagt und so trafen sich 36 reisefreudige Kameraden, mehrheitlich mit Trolley's, Sonnenhut und Rucksack ausgerüstet, ohne Schirm notabene, rechtzeitig um 06.45 Uhr herum bei der Bahnstation Seen. Bald schon kurvte der =Ewigi Liebi Eurocar= auf den Parkplatz und der Chauffeur, Thomas Reich, half uns das Gepäck zu verstauen. Ausgerüstet mit dem von Meini Landolt verteilten Erfrischungstüchlein nahmen wir im Car Platz. Nach kurzer Begrüssung und dem Hinweis auf die Sicherheitsbestimmungen im Car, den Hinweisen auf die Kaffeemaschine, die =Hausbar= und die Anschnallpflicht, setzte Thomas das Gefährt Richtung Oberwinterthur - A1 in Bewegung. Wir verzichteten auf die nähere Baustellenbesichtigung beim Anschluss Oberwinterthur und erfreuten uns an der erstaunlich zügigen Fahrt Richtung Nord-/ und Westring und gelangten praktisch ohne Stau an die Gestade des Vierwaldstättersees. Die Genussfahrt führte uns schliesslich nach Intschi/Amsteg. Dort durften zuerst die evtl. besonders =Wanderverrückten= die 8-er Gondeln Richtung Arnisee, auf rund 1400 m/üM gelegen, besteigen. Auch hier oben war die Hitze bereits spürbar und gerne setzten wir uns an die Tische auf der Terrasse des Berggasthauses Arnisee. Wir wurden überrascht mit Kaffee und Gipfeli, gesponsert vom Chef-Reiseleiter-Organisator, Roli Ott. In der gemütlichen Runde kamen wir bald überein, =nur= die =Genusswanderung= (es war wirklich eine tolle Wanderung Richtung Gurtnellen-Dorf) zu wählen, ohne Zusatzrunde auf das =Sunnig-Grätli= oder die =Leutschachhütte=. Nach 10 Uhr marschierten die meisten los auf dem Wanderweg Richtung Heissigegg. Unsere Gruppe umfasste 11 Kameraden und wir zogen noch eine Zusatzrunde um den Arnisee und erblickten zu unserer Freude das Gasthaus =Alpenblick= und erbarmten uns der leeren Tische im Baumschatten der Gartenwirtschaft. Während wir uns von der 15-minütigen Wanderung erholten, soll sich bereits ein Mensch in den Arnisee gestürzt haben. Das kann wirklich im =Ernst= nur einer gewesen sein. Stellt euch vor, ein Präsident, nackt und ohne Hosen, pudelnass umgeben von Alpenrosen! Die Geschichte ist glaublich digital belegt durch Adrian's Fotografier-Maschine. Um 10:45 Uhr stiefelten wir nun auch richtig los und genossen die Ausblicke Richtung Reusstal, Bristen, Amsteg und die unzähligen Berggipfel rundherum, alle im gleissenden Sonnenlicht. Nach genau einer Stunde =verordnete= ich auf dem schönen Rastplatz mit Brünneli oberhalb Gurtnellen einen Stundenhalt. Schliesslich ist es nicht so bequem im Gehen eine Weinflasche zu öffnen. Ja tatsächlich, Emil Bodenmann zauberte eine solche aus seinem Rucksack und =nötigte= uns zu einem Umtrunk mit besonderer Aussicht. Gut war die Rast, folgte nun noch eine kurze =Kniegelenk-Teststrecke=, teilweise recht steil hinunter Richtung Restaurant =Feld= oberhalb Gurtnellen-Dorf wo wir uns um 12:30 Uhr zu den anderen Kame-raden beim Mittagessen gesellten. Vorzüglich war das Essen - mehrheitlich wurden kalte Gerichte genossen - und gerne nahmen wir das Angebot vom Wirt an, uns nach Gurtnellen-Wiler zu transportieren, wo uns Thomas mit dem Car wieder holte. Um 15:00 Uhr herum begrüsste uns Wisi Bissig, von der Alptransit Gotthard und wir durften seinem aufschlussreichen Vortrag lauschen im Infocenter Erstfeld. Lassen wir die Mineure weiter im Tunnel sprengen, den Rahmen dieses Berichtes würde es sprengen, mehr über die interessante Führung zu schreiben. Lediglich: Eröffnung der NEAT ca. 2017, Tunnel getrennt in West-/ und Oströhre, je ca. 57 Km lang, Portale in Erstfeld und Bodio. Fahrzeit ZH-Milano dereinst: 2 H 50 Minuten. Gerne liessen wir uns um ca. 17 Uhr herum, am Stau vorbei, durch die Schöllenenschlucht nach Andermatt zum Hotel =Krone= chauffieren. Nach der erfrischenden Dusche genossen wir einen ebenso erfrischenden Vortrunk auf das vorzügliche Nachtessen. Das tolle Essen verdient Erwähnung im Bericht: Blattsalat an Baumnussdressing, Rindscarbonade mit dunklem Bier. Kartoffel-Lauch-Gratin und Gemüsegarnitur, Eisparfait =Stracciatella=. Vorzüglich gestärkt =flüchteten= wir aus dem heissen Saal in die langsam abkühlende Luft von =Sawiris-Town=, vormals Andermatt. Gruppen-/ bis grüppchenweise kehrten wir hier und da ein, zum Beispiel im =Spycher= bei Katrin fromm Sweden oder im =San. Gottardo= gleich neben unserem Hotel. Nach und nach füllte sich auch unser Uebernachtungshotel wieder und nach einem kurzen Sparschlaf ordnete sich männiglich in den Stau vor der Kaffeemaschine ein. Genussreich war das Morgenessen und auch die Sprechmuskulatur schüttelte den Kater ab. Gemütlich konnten wir noch im Freien zuschauen, wie die ungarische Reisegesellschaft verladen wurde bevor uns Thomas seinerseits mit dem Car abholte. Vorzüglich und mit bewundernswerter Ruhe bewältigte Thomas die anspruchsvolle Fahrt über den Furkapass. Immer wieder musste er Gruppen von Bikern überholen, welche - zwar Hut ab vor der Leistung - aber leider oft seelenruhig nebeneinanderfahrend, den Berg hochkeuchten. Bei Gletsch gab es keine Verschnaufpause und erst auf dem Grimsel Hospiz hatten wir doch noch eine Trinkpause herausgewirtschaftet. Um 10:15 Uhr herum parkierte Thomas den Car beim Treffpunkt =Gerstenegg= des Wasser-Speicher-Kraftwerkes, Grimsel 2 (Total gibt es 9 Werke). Für die Besichtigung begrüsste uns Madeleine Von Weissenfluh und Stephan Ferber. Ausgerüstet mit Leuchtwesten durften wir alsbald, in zwei Busse verfrachtet in das Werk =einfahren=. Nach 2.5 Km, unter dem Grimsel-Stausee durch, am andern Ufer, in der Kaverne mit den 5 Pumpen und Drehstrom-Kombimotoren begann die Führung. Eindrücklich und unmöglich all das Gesehene zu beschreiben, einschliesslich der 1974 entdeckten Kristallkluft!! Eindrücklich war auch der Fluchtstollen mit der steilen Eisentreppe der Stufenanzahl 734. Wieder am Tageslicht und in der Tropenhitze (bis dato der heisseste Tag dieses Jahres) liessen wir uns im Car abkühlen, genehmigten uns in Gletsch etwas Flüssigkeiten und bestiegen schliesslich um 14 Uhr die Furka-Dampfbahn. Ein besonderer Leckerbissen war diese Fahrt schon und bot den Fotografen unter uns, auf der Open-Air-Plattform des hintersten Wagen, sagenhafte Aus-/und Einblicke in die herrliche Naturwelt dieser schönen Gebirgslandschaft. Die schöne Fahrt wurde nach dem Scheiteltunnel der Furka unterbrochen, wo wir im Festzelt der Furkabahn uns um einen allfälligen Kaloriennachschub kümmern konnten. Immer noch von der tollen Fahrt schwärmend wuschen wir uns in Realp den Russ von den =Pfoten= und tauchten in die Sitze im Eurocar. Wieder über die Axenstrasse aber diesmal via Gersau - Weggis etc. kurvten wir heimwärts. Schliesslich =chamen= wir an Cham vorbei und steuerten geradewegs das =Hörnli= Knonau an. Dort wusste man bereits Bescheid, hatte doch Roli eine Menueliste zirkulieren lassen, wo jeder sein Essen aussuchen konnte. Diese Vorbestellung funktionierte bestens und so konnten wir die Fahrt nach Hause pünktlich fortsetzen und Dank GPS konnten wir unsere allfälligen Taxidienste organisieren. Glücklich und zufrieden konnten wir uns beim Bahnhof Seen voneinander verabschieden. Ganz herzlichen Dank an: Roli Ott, tolle Idee und meisterhafte technische Abwicklung der Reise und besonderen Dank für Kaffee-/ und Gipfelirunde. Ernst Moser, administrative Leitung, die Car-Speaker Orientierungs-Ansagen und Getränkeverteil-Dienste. Kurt Rutz, als Kassier für den Vereinsbeitrag und gleichzeitig toi toi toi zu der bevorstehenden Operation Allen gesponserten Rundenzahlern und überhaupt allen Teilnehmern für die fröhliche Kameradschaft. Thomas für deine professionelle und umsichtige Fahrweise. Allen zum Schlafen einladenden Böschungen - der Schreibende konnte wiederstehen - und schliesst nun, mehr oder weniger wach, den Bericht ab. Bruno Brandenberger
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