| Veteranen 2010 Betriebsbesichtigung Alpenbitter |
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| Geschrieben von Kurt Züblin | ||||
| 08. Mär 2010 | ||||
Eigentlich war die Stadler Rail in Bussnang vorprogrammiert. Nach einer Absage versuchten wir es erfolgreich mit der Alpenbitter AG in Appenzell. Definitive Anmeldungen sind 42 eingegangen. An dieser Besichtigung zeigte auch Elisabeth vom Burehus Interesse, dies als Wirtin und Liebhaberin vom "Appenzeller". Darauf reagierten wir und haben sie als Gast eingeladen, ist sie doch als Fahnengotte und Gönnerin bei uns Veteranen keine Unbekannte. Spontan nahm sie unser Angebot an und offerierte zugleich jedem Teilnehmer vor der Abreise ab 7 Uhr ein Kaffee mit Gipfel, was von rund der Hälfte genutzt wurde. Offiziell besammelten wir uns bei schönstem Wetter um 8.30 Uhr beim BH Seen. Mit der S-Bahn ging die Fahrt vorerst nach Winterthur und weiter bis Gossau. Hier stiegen wir auf die Appenzellerbahn um. Über Walstatt - Urnäsch - Jakobsbad mit Sicht auf den Kronberg, mitten durch eine mit Schnee bedeckte Postkarten würdige Landschaft führte sie uns nach Appenzell. Um 11 Uhr war die Besichtigung angesagt. Obwohl wir 15 Minuten zu früh waren wurden wir umgehend von einer charmanten Dame lustigerweise Namens Petra Appenzeller empfangen und vorerst in ein Vorführraum geführt. Hier orientierte sie uns über den Werdegang des Urgetränkes "Appenzeller" und die Firmenentwicklung. Anschliessend wurden uns ihre Ausführungen in einem Film mit viel eingespielter Folklore bildlich dokumentiert. Gründer Emil Ebneter zog 20 Jahre alt als Schnapsbrenner von Hof zu Hof. Dabei hörte er von heilenden, einheimischen Kräutern. Dies veranlasste ihn zu Hause mit verschiedenen Kräuter-Mischungen Wässerlein zu brauen, die er vorab zur Begutachtung gratis unter Kameraden ausschenkte. Offenbar hörten auch Ärzte davon, verabreichten sie an Patienten und stellten heilende, ja sogar stärkende Wirkung der Potenz fest. So entstand der Appenzeller, deren Verkauf in grösseren Mengen erst nach dem Einstieg eines Geldgebers verwirklicht werden konnte. Interessant war auch die Aussage, dass die Mischung von 42 Kräutern und Gewürze zur Destillation seit Jahren nicht mehr geändert wurde und nur 2 Personen bekannt ist. Eine aufgeschnittene, alte Brandwein-Brennerei aus Kupfer diente dazu uns den Destillationsvorgang zu erklären. Heute verbirgt sich dies in einer modernen Produktionshalle, wo neben den Apparaten zur Destillation zugleich Chromstahl-Tanks für die Aufnahme der verschiedenen Schnapsprodukte stehen. In den Lagerhallen hatten wir Einblick in das heutige Verkaufsangebot, das neben den eigenen Produkten noch vieles anderes wie Tee, Wein, Wodka etc. beinhaltet. In der Kräuterkammer hatten wir Gelegenheit in all den vielen Sorten von Kräutern und Gewürzen zu wühlen und kosten. Durch die vollautomatische Abfüllerei wurden wir zum Abschluss zur Degustierbar und den Verkaufsladen geleitet. Neben dem Appenzeller wurden uns sämtliche im Verkauf enthaltene Liköre und Spirituosen grosszügig zum Probieren angeboten. Gut war dazu die Zeit begrenzt. Grosszügig wurde aber auch im Laden eingekauft, darunter auffallend viele Flaschen Appenzeller, deren Inhalt - wie gehört - auch die Potenz fördern soll. Hoffen kann man immer! Das Mittagessen war auf 13.15 Uhr im Hotel zur Traube bestellt. Nun war es kurz vor 12.30 Uhr, zeitlich richtig uns auf den Weg zu machen und dabei ohne Hast die bemalten Häuser im bekannten Appenzellerstil bewundern zu könnten. Trotzdem waren wir zu früh und so bat uns die Wirtin, die Zeit bis unsere Tische frisch aufgedeckt waren, anderswo zu verbringen. Ein recht schwieriger Wunsch, den jede zweite Beiz war geschlossen oder es fehlte am nötigen Platz. Es waren wohl die knurrenden Bäuche die alle pünktlich zum Essen trieb. Mit der Anmeldung musste man sich für folgende Menu entscheiden: zur Vorspeise Saisonsalat, als Hauptgang: Schweinsbraten mit Spätzli oder Appenzellerschnitzel mit Butternüdeli dazu Saisongemüse. Das Dessert konnte an Ort gewählt werden. Das Angebot: Fruchtsalat mit Glace, Apfelstrudel mit Zimtglace und Rahm sowie Meringues mit Glace. Das Essen sowie der Service waren ausgezeichnet und wurden allseits gelobt. Zwischen dem Hauptgang und dem Dessert hatte ich Zeit um meine Mitteilungen los zu werden. Dabei war es mir ein Anliegen allen klar zu machen, dass trotz der anwesenden Dame der Anfang vom Ende unserer Männerherrschaft noch nicht angebrochen ist. Nach dem Kaffee machten wir uns bereit für den Weg zum Bahnhof: Abfahrzeit des Zuges um 16.08 Uhr. Die Rückfahrt ging über Gais - Teufen, mit Blick auf die zwei von der Abendsonne beleuchteten Bergketten vom Hohen Kasten und dem Säntis, vorerst bis St.Gallen, Hier wartete der ICN auf uns, der uns nach Winterthur führte. Mit der S12 ereichten wir nach 18 Uhr Seen. Der Grossteil verabschiedete sich hier. Der Rest begleitete unseren Gast Elisabeth - wie es in früheren Jahren Brauch war - nach Hause ins " Kafi Burehus".
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| Letzte Aktualisierung ( 08. Mär 2010 ) | ||||
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