| Frauenriege 2 2009 Turnfahrt Rigi |
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| Geschrieben von Uschi Boo | ||||
| 04. Okt 2009 | ||||
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Frauenriege 2 2009 Turnfahrt 22./23. August 2009
Unbedrängt von anderen Hohheiten thront sie in ihrem Innerschweizerreich. Täglich hält sie Hof. Für die Audienzzeit der Seemerinnen hat sie viel Abwechslung verfügt. Im Cafe Pfenniger an der Goldauerpforte werden Kaffee und Gipfeli gereicht und wenig später wird die Fahrt zum höchsten Gemach, dem Kulm, zugelassen, nicht aber die freie Sicht auf diesen; Ihre Majestät zeigt sich verhüllt, duldet aber eine Stärkung im „Kronengang“ und empfiehlt anschliessend eine leichte Wanderung über ihre runde Schulter hinunter zum Kaltbad zur Nachmittagsvesper, belebt durch Jazzmusik. Um einem Knieschnapper vorzubeugen hat die umsichtige Herrscherin für die 17 Flachländerinnen eine Schwebe parat – schwups bis hinab zur Weggispforte direkt am Wassergraben. Ein Apero im Glas bei gemütlichem Beinestrecken oder etwas Bewegung hin zur Aussenwacht Greppen verkürzen das Fiebern auf das Abendbankett. Nein, ausgerechnet wird die Aufsicht dem schroffen Bodyguard Gersauer(mit)Stock anbefohlen; sicher will der sich mit seiner Wissifluh hervortun. Nur schon die winzige Kiste am dünnen Seilzug hinauf – eine Zumutung dieser Empfang! Keine Vorurteile bitte gegen den steinigen Kerl. Die gepriesene Herberge hält aller Prahlerei stand: Betreuung, Tafel, Getränke und Federzeug sind vom Feinsten, und der Ausblick über die Ländereien – toll. Anderntags gar lotst der felsige Lakei die Wanderentschlossenen sicher um seine breite Flanke, die Laufunwilligen lässt er kurzerhand ins königliche Taxi verfrachten; selbst das Zusammentreffen ausgangs Schlossanlage – eben am Gätterli – klappt wie beauftragt. Ein letzter kurzer Lunch wird angeboten, die Audienzzeit ist abgelaufen, die Gesandtschaft aus Seen entlassen. Auf sich gestellt obsiegt Wanderlust, die sich im Urmiberg angekommen dann doch endgültig gibt, denn hoch über Brunnen lauert ein grauenvoller Wadenspannerabstieg zum längst beschlossenen Glacecoupe; da muss halt eine Gondel schlimmeres verhindern. Bei dem Prachtswetter ist geniessen nicht leiden angesagt. Und dann, was für eine Ueberraschung – die Gallia! Langsam schiebt sie sich an den Steg, saugt die Wartenden, mit die 17 aus Seen, auf und gleitet ruhig auf dem rund um den riesigen Schlosspark der Bergkönigin angelegten Wassergraben Luzern zu. Sicher ist’s ein letzter Wink Ihrer Majestät, das grösste und edelste Schiff ihrer Raddampferflotte auszuschicken für einen würdigen Abgang der Gäste aus der weit entfernten kleinen Siedlung Seen.Aufgerufen: 1199
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| Letzte Aktualisierung ( 11. Okt 2009 ) | ||||
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