| Turnriege 2007 Turnfahrt Charmey |
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| Geschrieben von Stefan Leuthold | ||||
| 15. Okt 2007 | ||||
Die von Martin bestens organisierte Turnfahrt der Turnriege führte uns ins Fribourger- Bergland und wurde ihrem Namen "turnen und fahren" vollends gerecht. Nun aber alles der Reihe nach. Eine rekordhohe Teilnehmerzahl bestieg am Samstagmorgen in Winterthur den Zug nach Fribourg. Eine Gruppe von 24 Teilnehmer/innen und einem Vierbeiner nahmen das "Fahren" der Turnfahrt wortwörtlich. Rasch zeigte sich, was einen guten Apéro ausmacht, oder war es eher so, dass manche noch etwas Ballast aus dem Rucksack loswerden wollten, um für den strapaziösen Teil der Reise vorteilhaftere Bedingungen zu haben? Die Zahl der geleerten Flaschen hat der Schreiberling nicht gezählt - über Doping in unserem Bereich wird kein Buch geführt. In Fribourg bestiegen wir dann das Postauto Richtung Schwarzsee, welches auch über die notwendigen Sitzplätze verfügte, um allen das angenehme "fahren" zu ermöglichen. Schnell hatte ein jeder gemerkt, dass wir dem urbanen Winterthur den Rücken zugewandt und uns in ländliche Gefilde begeben hatten. Ein Alpabzug, der Verkehr und Leben in der Region für kurze Zeit seine Dynamik nahm, erfasste uns mit seiner Schönheit und Urchigkeit. Nachdem die Kühe nicht ganz spurlos vorbeigezogen waren, erreichten wir unser Ziel der Fahrt am Ende des Schwarzsees. Nun hiess es umsteigen und zwar auf die Füsse. Rucksack geschultert, in der Erwartung eines langen entbehrenden Marsches sind wir losgelaufen. "Laufen" - dem Verfasser ist noch nicht ganz klar wo sich im Begriff Turnfahrt das "laufen" versteckt hat? Kurz und heftig war der erste Aufstieg, bis wir schliesslich den ersten oder auch den zweiten offiziellen Apérohalt auf der Alp Unter-Recardets einlegten und uns mit Ölschwämmli und gereiftem Traubensaft für die Weiterreise verpflegten. Die charmante Bedienung hätte uns am liebsten am Abend auf den Tanz der Trachtengruppe mitgenommen, scheint wohl Männermangel zu geben. Das Risiko war dann doch zu gross, weil es in dieser Gegend von gefährlichen "Gustis" nur so wimmelte, welche, so der Erzählung nach, zum "tschalpen" neigten. So sind wir denn weiter gezogen, in mehr oder weniger geschlossener Formation bis zur Sägerei auf dem Gipfel, der Alp La Magnena. Sägerei auf dem Gipfel? Kurioses gibt's. Die einen haben Picknickhalt gemacht und die anderen haben es vorgezogen, weitere dreiviertel Stunden unter die Füsse zu nehmen, um dem neblig-verhangenen und bisweilen zugigen Plätzchen zu entfliehen und das nächste angeschriebene Haus aufzusuchen. Getrunken und gegessen wurde wohl das selbige, nur der Käse war in etwas anderer Form aufgetischt. Der Zusammenschluss der beiden Gruppen fand dann auf dem Sattel "Auta Chia" statt. Zumindest bei der zweiten Gruppe verschärfte sich das Marschtempo nicht unerheblich je näher die Buvette kam. Im Unterschied zum ersten Halt an der Tränke musste man nun auch die Sprache wechseln und der Kellnerin mit mehr oder weniger gutem Französisch seine Wünsche äussern. Mit dem Resultat, dass die häufigste Wortkombination wohl "moi aussi" war. Der Ansturm auf die Lokalität war für das Bedienungspersonal so lange erfreulich bis zur Frage, "Vous payer ensamble?". Die Verneinung der Frage hatte dann ein Stimmungstief bei der Bedienung zur Folge. Nach einigen vernaschten "crème double" der gesamten Mannschaft, erklärte Martin der versammelten Menge noch den Weg zum Tagesziel und schwups waren die Gruppen wieder gebildet und es ging weiter des Marsches nach Charmey. Die Fahrt mit dem "Rapido Sky", so heisst die Gondelbahn von Charmey auf den Gipfel nach Vounetz, beendete das "Fahren" für den ersten Tag. Die Ausgehmöglichkeiten wurden rege benutzt, es stand eine Terrasse mit Rundumsicht inmitten einer herrlichen, ins Abendlicht gehüllten Berglandschaft zur Auswahl. Das Abendprogramm ist schnell erzählt, um 20 Uhr gab's Nachtessen, ab dann herrscht Zensur für Feder und Bild.
Am Morgen schien der eine oder andere an seniler Bett- beziehungsweise Matratzenflucht zu leiden oder auch genug der zersägten Bäume gehabt zu haben und so gab es ein recht frühzeitiges Aufstehen fast der ganzen Gruppe. Nur für zwei gab's keinen O-Saft mehr. Wer hat ein schlechtes Gewissen? Mit Bier oder ähnlichem liesse sich dies bei Stefan und Daniel kompensieren. Um neun Uhr war sodann Abmarsch zur Mittelstation der Gondelbahn. Die einen waren eher wie ein Reh (so flink), die anderen eher auf dem Allerwertesten die mitunter steilen Wege runter gekommen. In der Mittelstation fassten die ersten sogleich ihren Klettergurt mit allerlei Karabinern und einem "Trolley". Es erwies sich mal wieder als goldrichtig zu den ersten zu gehören, die sich dem Risiko stellten. Der Adventure Park war noch leer und so konnten wir uns beim Rumklettern austoben, beziehungsweise dem "Turnen" aus der Wortkombination Turnfahrt volle Begeisterung widmen. Die meisten hatten gleich mehrere Parcours absolviert, um sie auch am Ausstieg wieder zu verlassen. Einige mussten die Zwischenausstiege wählen, ob's am Vorabend lag, sei mal dahingestellt. Das zweite Highlight des Tages war dann die "Trotti"-Abfahrt zur Talstation....wenn man das Tempo angepasst hätte, verpasste man auch nicht die Stoptafel und erwischte somit die richtige Abzweigung. Andere waren dann halt in Schussfahrt die Strasse ins Dorf runter gesaust. In der Gartenbeiz im Dorf von Charmey waren dann alle das erste mal wieder komplett versammelt. Das Postauto nach Fribourg besteigen war eine taktische Meisterleistung - die Sieger hatten einen Sitzplatz. Auf der Rückfahrt im Zug wurden noch die letzten Flaschen gezapft oder auch ein Nickerchen gemacht. Am Abend ist dann auch wieder die richtige Anzahl Teilnehmer in Winterthur angekommen. Zum Schluss ein grosses Dankeschön an Martin für die Organisation der Reise, die von gutem Wetter, ein paar Blessuren und von schönen Eindrücken geprägt war. Für dä TVSeeä, Steff Leuthold Aufgerufen: 1070
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| Letzte Aktualisierung ( 15. Okt 2007 ) | ||||
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